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Studie: Pflege krankt an Fachkräftemangel und Überalterung

Wissenschaftler der Universität Bremen haben die Arbeitsbedingungen von rund 600 Fachkräften der Stiftung katholische Altenhilfe des Bistums Hildesheim und des Caritasverbandes analysiert. Zentrales Ergebnis: Deutschland hat in der Pflege nicht nur einen Fachkräftemangel. Problematisch ist auch die alternde Belegschaft in den Einrichtungen. Im Jahr 2009 war ein Viertel des Pflegepersonals bereits älter als 50 Jahre.

Aufgrund des Geburtenrückgangs und rückläufiger Bewerberzahlen geht der Anteil der unter 35-Jährigen immer weiter zurück. Dabei führen immer höhere Ansprüche an den Pflegeberuf, belastende Arbeitsbedingungen und Fachkräftemangel zu enormen Anforderungen an die Mitarbeiter in der Pflege. Besonders den älteren Fachkräften macht dieser Druck gesundheitlich zu schaffen. Das belegt eine aktuelle Studie des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen. Sie wurde im Rahmen des Programms rückenwind Für die Beschäftigten in der Sozialwirtschaft durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds mit rund 280.000 € gefördert.

Die Studie ergibt, dass insbesondere ältere Mitarbeiter von der Teilnahme an den Schulungsangeboten profitieren: Fast ein Drittel der über 51-Jährigen (28 Prozent) berichtet von einer Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes. In der Altersgruppe der 18- bis 44-Jährigen sind es dagegen nur 13 Prozent.

Auch in Bezug auf den Umgang mit psychischen und körperlichen Belastungen benennen vor allem ältere Beschäftigte ab 51 Jahre positive Effekte durch die Teilnahme an den Schulungen: So haben 38 Prozent der über 51-Jährigen weniger psychische und 19 Prozent geringere körperliche Belastungen. Anders dagegen bei den 45- bis 51-Jährigen: Hier empfinden nur 15 Prozent eine psychische Belastungsreduzierung. Eine Verringerung von körperlichen Belastungen wird nicht wahrgenommen. Auch bei der jüngsten Altersgruppe, den 18- bis 44-Jährigen, fallen die positiven Effekte durch die Schulungsmaßnahmen geringer im Vergleich zu den über 51-Jährigen aus: Hier sehen 23 Prozent eine Reduzierung der psychischen und 5 Prozent eine Verringerung der körperlichen Belastungen durch die Teilnahme an den angebotenen Schulungen.

(18.9.2013 | Quelle: Universität Bremen)

Untersuchung "Regionale Fortbildungsbedarfsanalyse bei alternden Belegschaften in der stationären Altenpflege" (PDF)

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