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Studienkompass treibt Studierendenquote hoch
Die Bilanz des Förderprogramms Studienkompass zeigt: Mit den richtigen Instrumenten - einer individuellen Studien- und Berufsorientierung, die bereits zwei Jahre vor dem Abitur beginnt - lässt sich die Zahl der Studierenden erheblich steigern. 93 % der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Förderprogramms haben sich dazu entschieden, ein Studium aufzunehmen. Dies ergibt die unabhängige wissenschaftliche Begleitung des Programms. Die Ergebnisse sind umso bemerkenswerter vor dem Hintergrund, dass sich das Förderprogramm an Jugendliche aus nicht-akademischen Elternhäusern richtet und rund ein Drittel der Teilnehmer des ersten Studienkompass-Jahrgangs einen Migrationshintergrund hat.

Foto: Stiftung der Deutschen Wirtschaft
Im Bundesdurchschnitt studieren laut der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks weniger als 25 Prozent der Jugendlichen aus Familien ohne akademische Vorbildung, dreimal seltener als ihre Altersgenossen aus Akademikerfamilien. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) strebt die generelle Erhöhung der Studierendenquote, aber auch gerade in dieser Zielgruppe, an. Bundesministerin Prof. Annette Schavan hat daher die Schirmherrschaft für das Förderprogramm Studienkompass übernommen. Zusätzlich unterstützt ihr Haus die unabhängige wissenschaftliche Begleitung des Studienkompass. Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im BMBF, ist beeindruckt: “Das Förderprogramm Studienkompass ist eine Erfolgsgeschichte. Die Einschätzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigt: Das Programm bringt sie weiter. Sie fühlen sich umfassend über Studienmöglichkeiten informiert, sind besonders motiviert, ein Studium aufzunehmen, und haben gelernt, ihre Stärken und Schwächen besser einzuschätzen. Dies sind ganz wichtige Voraussetzungen, ein Studium erfolgreich abzuschließen. Zudem motiviert der Studienkompassmehr junge Menschen, deren Eltern keinen akademischen Hintergrund aufweisen: Knapp zwei Drittel der befragten Teilnehmer und Teilnehmerinnen hat ein Studium begonnen, während im deutschen Durchschnitt lediglich 24 % der Abiturienten und Abiturientinnen aus Elternhäusern ohne akademischen Hintergrund studieren. Wie der aktuelle Bildungsbericht zeigt, sind wir mit einer Rekord-Studienanfängerquote von 43 % im Jahr 2009 auf dem richtigen Weg. Das zeigt: Wir machen den Weg frei für den Aufstieg durch Bildung.”
“Mit dem vollständigen Füllen von Wissenslücken und dem gezielten Einüben notwendiger Fähigkeiten können wir den Bedarf an hoch qualifizierten Nachwuchskräften in unserem Land langfristig decken. Die Ergebnisse des erstenStudienkompass-Jahrgangs demonstrieren anschaulich, dass diese Aufgabe zu meistern ist”, erklärt Dr. Stephan Scholtissek, Vorstandssprecher der Accenture-Stiftung.
64 % der Studienkompass-Teilnehmer studieren bereits heute. 29 % planen den Weg an die Hochschule, sobald sie Wehr- oder Zivildienst, ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Au Pair-Einsatz absolviert haben. Die Initiatoren des Förderprogramms treten nun mit Veranstaltungen und Publikationen für eine verbesserte Studienorientierung ein. Unter dem Motto “Gewusst wie! Studieren lohnt!” wollen sie jungen Menschen und ihren Eltern die Chancen verdeutlichen, die ein Studium eröffnet. “Mütter und Väter sollten ihre Kinder bei der Berufs- und Studienorientierung unterstützen. Wie sie diese Aufgabe wahrnehmen können, zeigen wir in einer Informationsbroschüre für Eltern, die ab sofort kostenlos bestellt werden kann”, sagt Hans-Jürgen Brackmann, Generalsekretär der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. (25/06/10; Quelle: Stiftung der Deutschen Wirtschaft)



