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Tumorcentrum: 100 000 Dollar von Gates-Stiftung

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg erhält eine “Grand Challenges Explorations”-Förderung der Bill & Melinda Gates-Stiftung in Höhe von 100.000 US-$ für wegweisende Forschungen zum Thema globale Gesundheit und Entwicklung. Professor Dr. Christof von Kalle, Leiter der Abteilung Translationale Onkologie und Direktor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) zählt zu den diesjährigen Gewinnern der „Grand Challenges Explorations”, einer Ausschreibung der Bill & Melinda Gates-Stiftung. Prämiert wurde dabei das wegweisende Projekt mit dem Titel “Persistierende HIV-Integrationen beim Menschen in vivo”.

Prof. Dr. Christof von Kalle, NCT Heidelberg (Bildquelle: NCT Heidelberg)

Im Rahmen der „Grand Challenges Explorations“ (GCE) -Förderung werden ausschließlich Forscher rund um den Globus unterstützt, die völlig neuartige Konzepte und Strategien zur Verbesserung der globalen Gesundheit und zur Stärkung der Entwicklungshilfe erforschen. Christof von Kalles Idee ist dabei eine von 85 GCE-geförderten Projekten, wie die Bill & Melinda Gates-Stiftung heute bekannt gab.

“GCE-Gewinner sind kreative Denker, die durch das Erweitern von bestehenden Gedankengängen einen enormen Beitrag zu den großen globalen Herausforderungen leisten können. Die Förderung soll ihnen dabei helfen, neue Entdeckungen zu machen, die letztendlich Millionen von Leben retten können“ sagt Chris Wilson, Direktor der Global Health Discovery bei der Bill & Melinda Gates Stiftung.

Beworben hat sich das Team um Christof von Kalle mit einem zweiseitigen Konzeptpapier, das die Idee und eine Skizzierung des Projektes beinhaltete. Die Forscher wollen mit Hilfe einer neuen Strategie untersuchen, wie das Aids-Virus mit dem Erbgut seiner Wirtszelle interagiert. Die so genannten HI-Viren “schlummern” oft über längere Zeit in Zellen des Immunsystems, bevor sie plötzlich damit beginnen, sich zu vermehren und die Immunzellen schließlich zu zerstören. Das Verständnis dieser Vorgänge soll dazu beitragen, neue Ansatzpunkte für die Entwicklung von Medikamenten zu finden.(29/04/11; Quelle: NCT Heidelberg)

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