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VolkswagenStiftung vergibt Fördergelder für nachhaltige Forschungsprojekte

Im Förderprogramm "Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung" wurden acht Forschungsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 12,1 Mio. € bewilligt.

66 Projektanträge aus ganz Niedersachsen behandelten alle relevanten Themenfelder nachhaltiger Entwicklung wie Ökologie, Wirtschaft, Bildung und Soziales. Erstmals stellten 15 Antragsteller in einem öffentlichen Auswahlkolloquium ihre vorausgewählten Projekte sowohl dem Fachgutachtergremium als auch rund 200 Interessenten im Publikum vor – und beide Gruppen bekamen die Gelegenheit, ihre Fragen an die präsentierenden Wissenschaftler zu übermitteln.

In der Geschichte der VolkswagenStiftung stellt dieses Verfahren ein absolutes Novum dar. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur will die Stiftung auf diesem Weg mehr Transparenz bei der Vergabe von Fördergeldern schaffen und die Öffentlichkeit an der Diskussion der Forschungsprojekte beteiligen.

Welche Projekte letztlich zur Förderung vorgeschlagen wurden, darüber entschied allerdings ausschließlich das Gutachtergremium, das nach der Veranstaltung in einer nicht-öffentlichen Sitzung tagte. Insgesamt acht Projektgruppen waren mit ihren Anträgen erfolgreich. Die Förderumfänge der einzelnen Anträge liegen zwischen rund 500.000 € und 2,5 Mio. €. Die Laufzeiten betragen drei bis vier Jahre.

Die acht ausgewählten Projekte:

  • Reflexive Responsibilisierung. Verantwortung für nachhaltige Entwicklung
    In dem Projekt der Universität Oldenburg wird untersucht, ob und wie sich Programme für eine nachhaltige Gesellschaft in der Praxis konkret auswirken.

  • NEDS – Nachhaltige Energieversorgung Niedersachsen
    Das u.a. von drei Universitäten getragene Forschungsvorhaben hat zum Ziel, unter Nachhaltigkeitskriterien technologische Umsetzungsoptionen von der heutigen zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung Niedersachsens zu entwickeln.

  • Stadt als Möglichkeitsraum
    Im Mittelpunkt des Projekts der Leuphana Universität Lüneburg steht die Frage, ob und wie verschiedene Akteure zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen können und was ihre Qualität ausmacht.

  • Nachhaltiger Konsum von Informations- und Kommunikationstechnologie in der digitalen Gesellschaft
    Die Forscher von drei Universitäten wollen unternehmerische und politische Maßnahmen entwickeln, die eine Einbindung externer Akteure in die Innovationsprozesse ermöglichen, zum Beispiel staatliche Anreizsysteme, Initiativen zu Gesetzesvorlagen, Beiräte, “Reparatur-Cafés” oder partizipative Produktentwicklung.

  • Complexity or Control? Paradigms for Sustainable Development
    Das Projekt der Leuphana Universität Lüneburg und der Arizona State University untersucht die Entstehung der gegenwärtigen Vorstellungen von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung.

  • Sustainability Transitions in der Lebensmittelproduktion
    Ziel der Forscher ist es, abzuschätzen, welche Potenziale für eine nachhaltigere Landwirtschaft und Ernährung durch die Nutzung alternativer Proteinquellen (auf Algenbasis als Fleischanaloga sowie auf Algen- oder Insektenbasis für die Tierernährung) erschlossen werden können.

  • Leverage Points for Sustainability Transformation
    Die Leuphana Universität Lüneburg untersucht Wandel und Dynamiken in drei grundlegenden Systemeigenschaften: institutionelle Dynamiken, Mensch-Umwelt-Interaktionen, nachhaltigkeitsbezogene Wissensproduktion.

  • Resilience of Socio-technical Systems Exemplified at the Electricity Transport and Actor System
    Das Hauptziel dieses Projekts der Universität Oldenburg besteht darin, physikalische, ökonomische, institutionelle und soziale Eigenschaften widerstandsfähiger sozio-technischer Systeme am Beispiel des Energietransportsystems zu identifizieren.

(27.11.2014 | Quelle: VolkswagenStiftung)

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