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Weltmeisterin unterstützt „Mädels vor, noch ein Tor!“
WM-Botschafterin und Fußball-Weltmeisterin Renate Lingor übernimmt die Schirmherrschaft für die Aktion „Mädels vor, noch ein Tor!“ der Dietmar Hopp Stiftung. Die ehemalige Fußball-Nationalspielerin setzt sich dafür ein, dass der Mädchenfußball vor allem im Vereinsleben stärker verankert wird. „Über diese prominente Unterstützung freue ich mich sehr“, so Stifter Dietmar Hopp. Renate Lingor und die Dietmar Hopp Stiftung möchten mit „Mädels vor, noch ein Tor!“ den Mädchenfußball – gerade vor der Frauen-Weltmeisterschaft im Sommer 2011 – stärker ins Bewusstsein rücken, neben der ganz praktischen Unterstützung: Über die Aktion „Mädels vor, noch ein Tor!“ erhalten Mädchenfußball-Mannschaften aus der Metropolregion Rhein-Neckar Trainings- und Spielausstattung – vom Trikot bis zum Tor.
„Die Aktion »Mädels vor, noch ein Tor!« ist eine richtig coole Sache,“ lobt die ehemalige Profi-Fußballerin und Weltmeisterin von 2003 und 2007, Renate Lingor. Sie weiß sehr genau, wo die jungen Fußballerinnen der sprichwörtliche Schuh drückt. Sie selbst hat als Teenager in einer Jungenmannschaft mit dem Fußballspielen begonnen und sich damals oft gewünscht, in einer Mädchenmannschaft spielen zu können. Deshalb musste sie auch nicht lange überlegen, als sie um die Übernahme der Schirmherrschaft für „Mädels vor, noch ein Tor!“ gebeten wurde: „Gerade wenn die Mädels sich ihrer eigenen Fähigkeiten noch nicht so sicher sind, wollen sie nicht unbedingt mit den Jungs zusammen trainieren. Oft geht das aber nicht anders, weil die Vereine die Kapazitäten gar nicht haben, um reine Mädchenmannschaften zu bilden. Vor allem an der Basis-Ausstattung fehlt es. Dass die Dietmar Hopp Stiftung genau an diesem Punkt ansetzt, ist wirklich Klasse!“
Stifter Dietmar Hopp ist begeistert von der Unterstützung der zweifachen Welt- und dreifachen Europameisterin, die aus der Region Karlsruhe stammt: „Ich freue mich sehr, dass wir Renate Lingor als Schirmherrin für die Aktion gewinnen konnten. Sie steht für erfolgreichen Frauenfußball in Deutschland und für den wollen wir mit »Mädels vor, noch ein Tor!« weiter den Boden bereiten.“
„Mädchen sind für Fußball eigentlich sehr schnell zu begeistern“, sagt Renate Lingor, die als DFB-Botschafterin für die Frauen-WM 2011 in ganz Deutschland unterwegs ist. Seit 2006 arbeitet Lingor für den Deutschen Fußball-Bund: „Wir unterstützen den Mädchen- und Frauenfußball nach Kräften – trotzdem ist das in den Vereinen noch nicht überall angekommen. Dabei ist es nicht so schwer: Jeder Verein, der das wirklich will, kann Mädchenfußball anbieten. Insgesamt sehe ich die Entwicklung im Frauenfußball sehr positiv. Was sich da in den letzten Jahren getan hat ist fast unglaublich – gerade wenn man bedenkt, wie jung der Frauenfußball im Vergleich zu den Männern noch ist.“
Oft seien Väter die Impulsgeber, um in den Vereinen den Mädchenfußball zu verankern – einfach weil die Tochter auch kicken will: „In Blankenloch, wo ich mit dem Fußballspielen angefangen habe, gibt es jetzt seit zwei Jahren auch eine Mädchenmannschaft“, erzählt Lingor, „Die wurde von einem Teamkollegen meines Bruders ins Leben gerufen, weil seine Tochter Fußball spielen wollte.“
Die Aktion „Mädels vor, noch ein Tor!“ setzt genau hier, direkt bei der Basisausstattung an: Die „Mädchenfußball-Schatzkisten“, die die Dietmar Hopp Stiftung an Vereine aus der Metropolregion Rhein-Neckar vergibt, die C- und D-Mannschaften anbieten, sind gefüllt mit Trikots für Sommer und Winter, mit einem Satz Bälle (20 Spiel- und zehn Trainingsbälle), dazu Hütchen und Stangen für’s Training, einem Sanitätskoffer – natürlich mit Eisbox –, Trainingsleibchen und zwei Trainingstoren, alles bedruckt im fröhlichen „Mädels vor, noch ein Tor!“-Design. Bis zum 28. August 2010 können sich alle Vereine aus der Metropolregion Rhein-Neckar, die eine C- oder D-Jugend-Mädchenmannschaft haben, unter www.maedels-vor-noch-ein-tor.de um eine Mädchenfußball-Schatzkiste bewerben.
Die Aktion läuft bis 2011 – und endet mit Beginn der Frauen-WM in Deutschland, die von Ex-Nationalspielerin Renate Lingor mit besonderer Spannung erwartet wird: „Unsere Nationalspielerinnen gehen mit dem Druck souverän um – von ihnen wird ja der WM-Sieg inzwischen schon erwartet. Und irgendwie haben wir letztlich fast immer die entscheidenden Spiele gewinnen können.“ Lingor wünscht sich vor allem eine ausgelassene Feierstimmung, ganz so wie bei der Weltmeisterschaft 2006, die ja auch im eigenen Land stattfand. „Ich hoffe aber natürlich auch auf spannende Spiele. In einem ausverkauften Stadion zu sitzen, während unsere Frauen unten kicken, das ist jedes Mal ein echter Gänsehautmoment für mich. Einfach weil es das im Frauenfußball noch nicht so lange gibt.“ (04/08/10; Quelle: Dietmar Hopp Stiftung)



