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Weltweite Fortschritte im Kampf gegen HIV und Aids

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist seit dem Jahr 2001 um 38 Prozent auf 2,1 Millionen im Jahr 2013 gesunken. Darauf macht die Stiftung Weltbevölkerung anlässlich des Welt-Aids-Tages zum 1. Dezember aufmerksam.

Auch die Aids-bedingten Todesfälle sind gegenüber dem Höchststand im Jahr 2005 um 30 Prozent auf 1,5 Millionen im Jahr 2012 zurückgegangen. Rückschläge gibt es hingegen in der Altersgruppe der Zehn- bis 19-Jährigen: Hier ist die Zahl der weltweiten Todesfälle im gleichen Zeitraum um rund 50 Prozent auf 110.000 angestiegen. Fast alle ereigneten sich in Afrika südlich der Sahara.

“Die weltweiten Fortschritte im Kampf gegen Aids zeigen, dass sich Investitionen in HIV-Prävention und Behandlung auszahlen”, erklärt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. “Doch die besorgniserregende Entwicklung unter Teenagern mahnt zum dringenden Handeln. Inzwischen sind mehr als zwei Millionen Zehn- bis 19-Jährige mit HIV infiziert, 80 Prozent von ihnen leben in Afrika südlich der Sahara. In dieser Altersgruppe ist Aids die Haupttodesursache. Präventionsprogramme wie Aufklärung und Verhütungsangebote müssen sich deshalb gezielt an Jugendliche richten und dringend ausgeweitet werden. Vor allem Mädchen brauchen besseren Schutz, da sie einem besonders hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Junge Menschen sind unsere Zukunft. Gerade vor dem Hintergrund des Entwicklungsjahres 2015 appelliere ich daher an die Bunderegierung, mehr in die Gesundheitsversorgung von Jugendlichen in Entwicklungsländern zu investieren.”

Die Stiftung Weltbevölkerung ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Sie hilft jungen Menschen, sich selbst aus ihrer Armut zu befreien. Ungewollte Schwangerschaften und Aids verschärfen die Armut und bedeuten für viele Jugendliche den Tod. Deshalb unterstützt die Stiftung Gesundheitsinitiativen sowie Aufklärungs- und Familienplanungsprojekte in Ostafrika und Asien. Anlässlich des Welt-Aids-Tages überzieht die Stiftung Weltbevölkerung am 1. Dezember 2014 Hannovers Wahrzeichen, die Kröpcke-Uhr, mit einem neun Meter hohen, durchsichtigen Kondom.

(28.11.2014 | Quelle: Stiftung Weltbevölkerung)

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