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Wie Städte auf den demografischen Wandel reagieren

Wie unterschiedlich deutsche Städte altern und wo sie bereits nachahmenswerte Konzepte für den Umgang mit den Älteren entwickelt haben, zeigen das Berlin-Institut und die Körber-Stiftung in ihrer neuen Studie "Stadt für alle Lebensalter".

Bild: Körber-Stiftung

Für die Studie haben die Wissenschaftler sämtliche Kommunen zwischen 50.000 und einer Million Einwohner mithilfe einer Clusteranalyse in fünf Gruppen unterteilt. Manche Städte sind bereits deutlich gealtert, etwa weil Jüngere abgewandert und die Geburtenraten niedrig sind. Andere können mit ihren Bildungseinrichtungen und Unternehmen junge Menschen anziehen und kümmern sich stärker um die Familienfreundlichkeit. Aber auch ihre Bevölkerung wird dank der steigenden Lebenserwartung langfristig älter. Je nach Finanzlage, vorhandener Infrastruktur oder Engagement der Bürgerschaft haben die Kommunen außerdem sehr unterschiedliche Möglichkeiten, auf die Alterung zu reagieren.

“Jede Stadt muss ihren eigenen Weg zur Altersfreundlichkeit finden”, erklärt Karin Haist, Leiterin des Bereichs Gesellschaft der Körber-Stiftung. “Einige Kommunen haben bereits Konzepte für mehr Altersfreundlichkeit entwickelt und erprobt. Mit der Studie wollen wir zeigen, was funktioniert.”

Zu diesem Zweck haben das Berlin-Institut und die Körber-Stiftung Verwaltungs- und Projektmitarbeiter in Deutschland, Großbritannien und Irland zu ihren Erfahrungen befragt. Ein Ergebnis der Studie: Trotz aller Unterschiede zwischen den Kommunen gibt es zehn strategische Schritte, die eine Kommune beachten sollte, wenn sie zu einer “Stadt für alle Lebensalter” werden will. So wird eine Stadt eher dann altersfreundlich, wenn das Thema auf der obersten kommunalen Ebene verankert ist, wie die englischen Städte Manchester und Newcastle zeigen. Sie gelten europaweit als Vorreiter in Sachen Altersfreundlichkeit. Ebenso hat sich die Arbeit auf Quartiersebene bewährt: Hannover oder Leipzig etwa setzen auf Stadtteilzentren, in denen Information, Beratung, sozialer Treffpunkt und Freizeitgestaltung gebündelt sind. Die Studie empfiehlt außerdem, aktives Altern und Engagement zu stärken und insbesondere die “jungen Alten” an der Grenze zum Renteneintritt frühzeitig einzubinden.

“Wir möchten mit der Studie die Kommunen ermutigen, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten und sich mit anderen Städten auszutauschen”, unterstreicht Karin Haist. Am 13. und 14. November 2014 bringt die Körber-Stiftung daher Entscheidungsträger aus Kommunen, Politik, Verbänden, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Hamburg zusammen, um sie “Auf dem Weg in die altersfreundliche Kommune” – so der Titel des Symposiums – zu begleiten.

(4.11.2014 | Quelle: Körber-Stiftung)

PDF-Download der Studie

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