Akteure & Konzepte
Projekte & Programme
Wirksamere Therapien für Menschen, die an Leukämie leiden
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des Universitätsklinikums Freiburg erforschen unter der Leitung von Dr. Miriam Erlacher, wie die gesunden Zellen im Knochenmark von Leukämiepatienten trotz einer Chemotherapie funktionsfähig bleiben können. Die José Carreras Leukämie-Stiftung fördert das auf eineinhalb Jahre angelegte Forschungsprojekt mit rund 105.000 €.
Im Normalfall sterben während einer Chemotherapie nicht nur die erkrankten Zellen, sondern auch die gesunden Blutstammzellen der Leukämiepatienten. Das kann zu Blutarmut, Blutungsneigung und einer erhöhten Infektionsgefahr für die Patienten führen.
Ziel des Projektes ist es, die gesunden Blutstammzellen am Leben zu halten. Dazu verwenden die Leukämieforscher bestimmte Eiweißstoffe, welche den Zelltod kurzzeitig hemmen können. „Wir wollen untersuchen, ob Blutstammzellen, die wir aus Nabelschnurblut gewinnen, durch diese Eiweißstoffe geschützt werden können“, erklärt Dr. Miriam Erlacher. Den Freiburger Leukämieexperten ist es wichtig, diese Zellen vor der Chemotherapie zu schützen und damit die Nebenwirkungen für die Patienten zu reduzieren. Zudem soll durch diese Methode die Wirksamkeit von Knochenmarktransplantationen gesteigert werden. (01/09/10; Quelle: José Carreras Leukämie-Stiftung)



