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Zahlen mit Daten

Eine Aktion des Museums für Kommunikation und des DB Museums in Nürnberg unter Schirmherrschaft der Stiftung Datenschutz will für die Preisgabe persönlicher Daten sensibilisieren.

Täglich werden wir beim Einkaufen im Laden oder im Internet, bei der Teilnahme an Preisrätseln oder beim kostenlosen Download einer App um unsere Daten gebeten, und wir genießen dafür Bonus-Leistungen oder heimsen Rabatte und Gewinne ein. Am 28. Januar 2015 können die Besucher billiger oder sogar gratis ins Museum für Kommunikation Nürnberg und ins DB Museum Nürnberg kommen, wenn sie an der gemeinsamen Kasse in einem Fragebogen ihre persönlichen Daten teilweise oder ganz preisgeben.


Foto: Mile Cindric/Museum für Kommunikation Nürnberg

Spannend ist die Frage, wie die Besucher reagieren werden, ob sie das Angebot genauso unkritisch wie im Netz oder im Supermarkt annehmen oder davor zurückscheuen, ihre Daten aus der Hand zu geben. Wer den Fragebogen ausfüllt, erhält an einem Infostand des Konzerndatenschutzes der Deutschen Bahn Hinweise zum sparsamen Umgang mit den eigenen Daten und wird mit einem Webcam-Sticker der Stiftung Datenschutz belohnt. Dann wird der Bogen in einem Aktenvernichter geschreddert, um jede unbefugte Datennutzung zu verhindern.

Für diese Aktion haben sich das Museum für Kommunikation Nürnberg, das DB Museum, der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. und der Konzerndatenschutz der Deutschen Bahn zusammengetan. Frederick Richter, Vorstand der Stiftung Datenschutz, begrüßt die Aktion: “Das Bezahlen mit privaten Daten ist längst Realität. Dennoch muss man dies den Menschen immer wieder vor Augen führen. Der Eintritt gegen Datenpreisgabe kann den privaten Datenhandel sehr gut veranschaulichen.”

Die Konzerndatenschutzbeauftragte der Deutschen Bahn, Chris Newiger, und BvD-Vorstand Rudi Kramer werden an diesem Tag im Museum anwesend sein und für Rückfragen zur Verfügung stehen. Rudi Kramer erläutert seine Motivation: “Die Aktion verdeutlicht, dass Daten einen Wert haben und dass es jeder selbst in der Hand hat, ob und wofür er auf seine Privatsphäre verzichten will und zu welchem Preis. Falls dies den Besuchern bewusst wird und sie künftig privat wie im Beruf bewusster mit personenbezogenen Daten umgehen, hat sich die Aktion gelohnt.”

(23.1.2015 | Quelle: Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands)

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