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Ärzte ohne Grenzen erhält TÜV-Zertifikat

Als erste Hilfsorganisation wurde Ärzte ohne Grenzen für das Qualitätsmanagement zur Steuerung der Spendergewinnung und -betreuung (Fundraising) durch den TÜV Thüringen überprüft. Ärzte ohne Grenzen erhielt gestern das Zertifikat. Ziel der Zertifizierung ist die Verbesserung der Qualität und der Effizienz interner Arbeitsabläufe im Bereich der Spendenmittelbeschaffung und der Spenderbetreuung.

Foto: Ärzte ohne Grenzen

“Grundsätzlich soll der Qualitätsgedanke dazu dienen, so viel Spenden wie möglich in den Hilfsprojekten in mehr als 60 Ländern weltweit einzusetzen”, erläuterte Thomas Kurmann, Leiter der Spendenabteilung bei Ärzte ohne Grenzen. “Qualität ist kein Selbstzweck, sondern dient dazu, Effizienz und Wirksamkeit der Mittelbeschaffung zu steigern.” Diese Qualitätssteigerung unterliege aber einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, so Kurmann weiter. “Unser Anspruch ist es, die Strukturen und Prozesse laufend zu optimieren.”

Marco Hofmann, Lead Auditor hat seitens des TÜV Thüringen das Fundraising-System bei Ärzte ohne Grenzen betrachtet. “Die hohe Transparenz sowie eine vorbildliche Steuerung der Spendenmittelbeschaffung waren für uns ausschlaggebend für die positive Bewertung.” Das Qualitätszertifikat des TÜV Thüringen sei ein Vertrauensbeweis für Spender. Es bescheinigt, dass bei der Spendenmittelbeschaffung mit Beiträgen sorgsam und effizient umgegangen wird, stellte Hofmann fest.

Das Zertifikat ist drei Jahre gültig. Dabei überprüft der TÜV Thüringen jährlich die Einhaltung der Kriterien neu. Auf Grundlage des von der Fundraising Akademie Frankfurt entwickelten Qualitätsmanagementsystem zur Spendenmittelbeschaffung wurden die Prüfkriterien durch die Zertifizierungsstelle des TÜV Thüringen definiert. Projektarbeit und Mittelverwendung der Organisation sind indes nicht Bestandteil der Zertifizierung. (27/10/09)

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