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AIDS-Stiftung fordert flexible Beschäftigungsmodelle
Die Deutsche Aids-Stiftung hat mehr Berufsqualifizierungsangebote für Menschen mit HIV angemahnt. Mehr als jeder zweite der 67.000 bundesweit an HIV und Aids erkrankten Menschen sei in einem festen Arbeitsverhältnis, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Christoph Uleer vom Donnerstag in Düsseldorf. Mehrere Tausend weitere Betroffene hofften auf einen Wiedereinstieg ins Berufsleben.

Dr. Christoph Uleer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen AIDS-Stiftung, und Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung (v.l.)
Nach Einschätzung der Deutschen Aidsstiftung wird sich in den kommenden Jahren auch die Zahl derjenigen HIV-Infizierten deutlich erhöhen, die auf Einrichtungen des betreuten Wohnens angewiesen sind. Derzeit gebe es immer noch Betroffene, die im Alter von etwa 40 Jahren in Alters- oder Pflegeheimen untergebracht würden, hieß es. Im laufenden Jahr haben sich nach Angaben der Stiftung bundesweit rund 3.000 Menschen neu infiziert. Das bedeute “eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau”, sagte Uleer anlässlich des Welt-Aids-Tages. Die erreichte bessere gesundheitliche Situation vieler Betroffener gehe allerdings nicht mit einer besseren materiellen Lage einher.
Die Deutsche Aids-Stiftung ist nach den Worten von Uleer “gut durch die Wirtschaftskrise gekommen.” Im laufenden Jahr erwarte er Gesamt-Einnahmen von rund 2,5 Mio. €. Davon seien 750.000 € Zinseinnahmen und 1,75 Mio. € Einnahmen aus Eventveranstaltungen, Erbschaften oder Bußgeldern. Dennoch rechne er gegenüber dem Vorjahr mit Einnahmerückgängen in Höhe von 500.000 €. Für nationale Projekte gab die Aids-Stiftung nach eigenen Angaben im laufenden Jahr 650.000 €, für internationale Projekte 550.000 € an Fördergeldern aus. (27/11/09)



