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Vermögende in Deutschland sollten sich von Gates und Co. anstiften lassen
Mehr als 40 amerikanische Vermögende, darunter Bill Gates und Warren Buffett, haben öffentlich erklärt, einen Großteil ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen begrüßt die Initiative und hofft auf zahlreiche Nachahmer in Deutschland. „Was für ein großartiger Impuls für unsere Gesellschaft könnte von einer ähnlichen Gemeinschaftserklärung deutscher Vermögender ausgehen. Wenn sich nur einige weitere der 53 Milliardäre in Deutschland die Aktion von Gates und Co. zum Vorbild nehmen, wird sich das Gesamtkapital der Stiftungen in Höhe von aktuell rund 100 Milliarden Euro auf einen Schlag erhöhen. In den Händen der Wohlhabenden liegt ein starker Hebel, den sie gemeinsam nutzen sollten“, sagt Dr. Hermann Falk, Mitglied der Geschäftsleitung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.
Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hält eine Stiftungsgründung für am besten geeignet, um sich nachhaltig für die Gesellschaft zu engagieren. Die Stiftung ist das klassische Instrument, um mit jährlichen Vermögenserträgen dauerhaft einen gemeinnützigen Zweck zu verwirklichen. Auch eine Zustiftung in eine bestehende Stiftung ist denkbar: So hatte beispielsweise Anfang Juli 2010 die BürgerStiftung Hamburg eine anonyme Zustiftung in Höhe von 15 Mio. € erhalten – die größte Zustiftung an eine Bürgerstiftung überhaupt.
Inzwischen werden jährlich um die 1.000 Stiftungen neu errichtet. Doch mehr als 70 % aller Stiftungen in Deutschland haben nur ein Vermögen von bis zu einer Million Euro. Die größte deutsche Stiftung ist die Robert Bosch Stiftung mit einem Kapital von rund 5,25 Mrd. €. Insgesamt gibt es mehr als 17.400 Stiftungen in Deutschland; rund 96 Prozent sind gemeinnützig. Für satzungsgemäße Zwecke geben die deutschen Stiftungen jährlich 16 bis 17 Mi0. € aus, darunter sieben Mrd. aus Erträgen und Spenden. (06/08/10)



