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Deutschland erhält Zuschlag für Weltkongress der Mathematikdidaktik
Die deutschsprachige Mathematikdidaktik darf den weltweit größten Kongress für Mathematikdidaktik ICME im Jahr 2016 an der Universität Hamburg ausrichten. Diese Entscheidung fällte kürzlich die International Commission on Mathematical Instruction. Damit setzte sich Deutschland erfolgreich gegen die beiden Konkurrenten Tschechische Republik (Prag) und Republik Südafrika (Durban) durch. Der für Ende Juli 2016 geplante Kongress soll auf dem Campus der Universität Hamburg und im Congress Center Hamburg stattfinden. Erwartet werden ca. 4.000 Mathematikdidaktikerinnen und Mathematikdidaktiker aus aller Welt.

Mathematikdidaktik - für angehende Mathematiklehrerinnen und -lehrer eine Kernkompetenz Foto: Thomas Raupach, Hamburg
Auf der Konferenz sollen neben Fachvorträgen auch Aktivitäten vorgestellt werden, die sich an die interessierte Öffentlichkeit wenden und deutlich machen, wie interessant Mathematik sein kann. Geplant sind unter Beteiligung der unterstützenden Verbände DMV, MNU und DGfE vielfältige Aktivitäten, wie populärwissenschaftliche Vorträge und Ausstellungen, die sich an Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sowie die breite Öffentlichkeit wenden und insgesamt die Bedeutung der mathematischen Bildung für Alltag, Berufsausbildung und Studium deutlich machen.
Die Einwerbung des Kongresses stellt eine besondere Leistung dar: Deutschland ist damit das erste Land, das diesen Kongress das zweite Mal ausrichten darf. Der ICME hatte bereits einmal (1976) in Karlsruhe stattgefunden. Nun erhält die deutschsprachige Mathematikdidaktik (die deutsche zusammen mit der österreichischen und schweizerischen) die historische Chance, ihre Fortschritte und Leistungen seit 1976 der Weltöffentlichkeit zu präsentieren.
„Der deutsche Erfolg ist dem perfekten Zusammenspiel aller Beteiligten zu verdanken: der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik, der Arbeitsgruppe Mathematikdidaktik an der Universität Hamburg, der Senatorin für Wissenschaft und Forschung, Dr. Dorothee Stapelfeldt, dem Präsidenten der Universität Hamburg, Prof. Dr. Dieter Lenzen, sowie den einschlägigen unterstützenden Fachverbänden wie der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV), dem Verein zur Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU) sowie der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)“, und der Deutschen Telekom Stiftung, die bereits im Vorfeld ihre Unterstützung angeboten hat“, resümieren Kaiser und Weigand. (13/01/12; Quelle: Deutsche Mathematiker-Vereinigung)



