topad


Kommunikation & Sponsoring

Nachrichten

Die Angst der Deutschen: Kinder machen arm

Die Deutschen scheuen sich laut einer repräsentativen Umfrage vor der Familiengründung, weil sie den Verlust ihrer Selbstständigkeit (60 %) und die hohen Kosten für Kinder fürchten (58 %). Grund für die niedrige Geburtenrate sei auch die Sorge, sich die Karriere zu verbauen (51 %), sagte Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen. Die Angst vor Scheidung (20 %) spielt dagegen eine geringere Rolle.

Die Stiftung hatte 2.000 Menschen ab 14 Jahre danach befragt, warum viele Deutsche keine Familien gründen. Hintergrund ist die niedrige Geburtenquote von 1,37 Kindern pro Frau. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf dem letzten Rang. Lediglich 21 % der Befragten sehen die Bundesrepublik als kinderfreundlich an. “Viele Deutsche haben schlichtweg Angst vor der Familiengründung”, sagte Reinhardt. Wenn es um das Thema Kinder gehe, äußere die Bevölkerung vor allem Sorgen und Befürchtungen.

Jeder Dritte vermutet laut Umfrage, es fehle zur Familiengründung der richtige Partner. Wer wenig verdient, glaubt seltener an “den Partner fürs Leben” und fürchtet eher, dass das Kind bei nur einem Elternteil aufwachsen würde. Diese Sorge teilen 32 % mit weniger als 1.000 € netto, aber nur 19 % mit mehr als 2.500 Euro netto.

Die Forderungen an den Staat konzentrieren sich in erster Linie auf finanzielle Hilfen. So wünscht sich eine Mehrheit mehr kostenfreie Betreuungsangebote für Babys und Kleinkinder (59 %) und eine zusätzliche staatliche Förderung von Familien (55 %). Diese könnten von Steuerentlastungen über zusätzlichen Urlaub bis hin zu vergünstigten Eintritten in Schwimmbädern, Museen oder Theatern reichen. (10/06/11; Quelle: BAT-Stiftung für Zukunftsfragen)

Zur Übersicht "Kommunikation & Sponsoring // Nachrichten"