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Digitalkameras im CSR-Test der Stiftung Warentest
Der Digitalkameramarkt läuft rund, trotz Krise. Doch wie steht es eigentlich um die gesellschaftliche Verantwortung der Branche? Parallel zum Produkttest in der aktuellen Ausgabe hat die Stiftung Warentest untersucht, ob die am Test beteiligten Herstellerunternehmen ihrer ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht werden.
Der CSR-Test führte in zehn Fertigungsstätten in China, Indonesien, Japan, Korea und Malaysia. Als allein “stark engagiert” erwies sich Nikon. Hier bekamen die Prüfer einen umfassenden Einblick in die Nikon-Werke in Indonesien und China, außerdem setzt die Firma eine sehr detaillierte Umweltpolitik um, die auch an Lieferanten hohe Ansprüche stellt.
Casio und Samsung wurden mit einem “engagiert” bewertet. Beide Firmen ließen sich offen überprüfen und ermöglichten die Besichtigung verschiedener Werke in unterschiedlichen Ländern. Panasonic ist in China “engagiert”, in Japan sind nur “Ansätze” von sozialer und umweltbewusster Unternehmensführung zu erkennen. “Bescheidene Ansätze” bescheinigte Stiftung Warentest den Herstellern Canon und Sony. Der Grund: Eine hohe Geheimhaltungspolitik, die die Recherche deutlich erschwerte. Vier große Markenhersteller (Fujifilm, Kodak, Olympus und Pentax) verweigerten gänzlich die Auskunft über ihre gesellschaftliche Verantwortungsübernahme und gewährten keinen Zutritt zu ihren Fabrikhallen.
Für die Untersuchung wurden die Herstellerunternehmen nach 32 Kriterien zur sozialen und ökologischen Unternehmensverantwortung bewertet. Jeder Anbieter erhielt einen Fragebogen und wurde, wenn er zustimmte, im Unternehmen und in der Fertigungsstätte durch Experten besucht. Zudem wurden, sofern dies zugelassen wurde, Interviews mit Mitarbeitern geführt. (04/03/10; Quelle: Stiftung Warentest)



