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HypoVereinsbank legt Nachhaltigkeitsbericht vor

Banken werben nach der Finanzkrise um das Vertrauen ihrer Kunden. Das gilt auch für die zur UniCredit Group gehörende HypoVereinsbank (HVB). Eine transparente und verantwortungsvolle Unternehmensführung verspricht HypoVereinsbank-Vorstandsprecher Dr. Theodor Weimar daher in seinem Vorwort zum Bericht “Nachhaltigkeit – Unser Profil 2009?. Der Bericht steht unter der Überschrift "Echte Antworten" und gibt damit einen Anspruch vor, an dem er sich messen lassen will. Es geht dabei um Antworten auf die Fragen der Stakeholder, deren Erwartungen die Bank im vergangenen Jahr ausführlich erkundete.

Die Finanzkrise hat die innerhalb der UniCredit Group für das internationale Investmentbanking zuständige HVB getroffen. Die Bilanzsumme der HVB-Group sank zwischen 2008 und 2009 von 457 Mrd. € auf 363 Mrd. €, die Zahl der Mitarbeiter von rund 24.600 auf 20.500. Wir “haben unsere Rolle als Unternehmen neu überdacht”, heißt es in dem Bericht, der das Ergebnis dieses Orientierungsprozesses und das 2009 entwickelte Leitbild für die Zukunft vorstellt. Kernpunkte darin sind eine stärkere Kundenorientierung und der Aufbau einer gruppenweit auch nach außen sichtbaren Unternehmenskultur.

Kunden erwarten zuerst eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und einen wertschöpfenden Umgang mit den der Bank anvertrauten Assets. Zwei Antworten gibt die HVB dazu: Erstens regelt eine Compliance-Richtlinie innerhalb der Bank den Umgang der Mitarbeiter mit Interessenkonflikten. Die Kenntnisnahme der Richtlinie bestätigt jeder Mitarbeiter bei der Unterschrift unter seinen Arbeitsvertrag, aber das ist nur der erste Schritt: Compliance-Themen sind Bestandteil in jedem jährlichen Mitarbeitergespräch und die Meldung von Compliance-Verstößen ist anonym an einen Ombudsmann möglich. 85-mal wurde diese Möglichkeit während der letzten drei Jahre in Anspruch genommen. Die zweite Antwort fasst Vorstandssprecher Weimer so zusammen: “Ausschlaggebend für die Leistung eines Unternehmens ist letztlich der Wert, den es für seine Stakeholder schafft.” Deshalb will die HVB verstärkt innovative Unternehmen unterstützen, die in den Umweltschutz investieren. Die HVB gehört zu den Gründungsmitgliedern der Equator Principles und orientiert sich bei der Entscheidung zu Projektfinanzierungen daran. Und im vergangenen Jahr hat Pioneer Investments, die global tätige Kapitalanlagegesellschaft der UniCredit Group, die UN Principles for Responsible Investment unterzeichnet. Auch ihr umfangreiches gesellschaftliches Engagement stellt die HVB in diesen Zusammenhang:

“Als Finanzinstitut profitieren wir von gesellschaftlichen Faktoren wie einer guten Infrastruktur und einem hohen Ausbildungsniveau. Dies verpflichtet uns im Gegenzug, einen Beitrag für das Wohl der Gesellschaft zu leisten”, heißt es im HVB-Bericht. Dieses Corporate Citizenship-Engagement hat die Bank in den letzten beiden Jahren unter dem Motto “Gesellschaft von morgen fördern, Zukunft gestalten” neu ausgerichtet und auf die drei Bereiche Bildung, Integration und Kultur fokussiert. Besonders stark ausgeprägt ist dabei das ehrenamtliche Mitarbeiterengagement. Dieses auch Corporate Volunteering genannte Engagement trägt im HVB-Programm die Bezeichnung “Ehrensache!”. 223 Tage an Sonderurlaub wurden dazu im vergangenen Jahr genehmigt. Das Engagement reichte von der Betreuung schwerkranker Kinder bis zum Aufbau von Brutkästen für bedrohte Vogelarten. Zudem sind ein Leitfaden für “Social Days” in Arbeit und eine Online-Plattform in Planung, auf der sich Mitarbeiter über “Ehrensache!” informieren und eigene Projekte vorstellen können.

Der Bericht “Nachhaltigkeit – Unser Profil 2009? bietet am Schluss auf einer Doppelseite aussagekräftige Daten im Überblick – und zwar auch solche, die Verbesserungsbedarf dokumentieren. So sind die CO2-Emissionen pro Mitarbeiter für Gebäude und Dienstreisen gestiegen – ebenso wie der Gesamtenergieverbrauch. Deutlich reduziert werden konnte das Abfallaufkommen. Für eine nachhaltig orientierte Bank besonders wichtig: Das Volumen der nachhaltigen Fonds in den Kundendepots stieg und im Krisenjahr 2009 investierte die HVB stärker in Aus- und Fortbildung ihrer Mitarbeiter als in den Vorjahren. Transparente Berichterstattung lohnt: Im Sommer 2009 belegte die HVB im oekom research Corporate Responsibility-Rating unter 65 Finanzinstituten den 1. Platz.

Der Nachhaltigkeits-Kurzbericht “Echte Antworten” wurde speziell für den deutschen Markt veröffentlicht. Für die gesamte UniCredit Group gilt deren Sustainability Report als umfassender konzernweiter Nachhaltigkeitsbericht. (06/07/10; Quelle: CSR-News)

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