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Kulturförderung durch Unternehmen bleibt stabil

Die deutschen Unternehmen geben einer Studie zufolge immer mehr Geld für die Kulturförderung aus. Bei 90 % der Unternehmen seien die Aufwendungen für Kultur in den vergangenen fünf Jahren gestiegen oder gleich geblieben, teilte der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin mit. "Unternehmen geben für ihr kulturelles Engagement im Durchschnitt jeweils über eine halbe Mio. € im Jahr aus", erläuterte der BDI-Kulturkreis-Geschäftsführer Stephan Frucht. Der Großteil der Unternehmen gehe zudem davon aus, "dass dieses Engagement eher ausgeweitet wird, in jedem Fall aber stabil bleibt". Für die Studie, die am Mittwoch dem Deutschen Bundestag übergeben wurde, wurde das kulturelle Engagement von 265 Unternehmen untersucht.

92 % der Unternehmen gaben an, vor allem aus gesellschaftlicher Verantwortung heraus Kunst und Kultur zu fördern. Auch der Imagegewinn, der sich für Unternehmen aus dem kulturellen Engagement ergibt, spielt mit 79 % eine große Rolle. Die am häufigsten geförderte Kultursparte ist mit 71 % Musik/Musiktheater, gefolgt von Bildender Kunst/Fotografie mit 59 %. Knapp die Hälfte der beteiligten Firmen unterstützt das Theater. Bei der Auswahl, was gefördert wird, ist eine große regionale Bedeutung mit 78 % das am häufigsten genannte Kriterium.

Insgesamt belaufen sich die durchschnittlichen Ausgaben eines Unternehmens für die Kultur im Untersuchungsjahr 2008 auf rund 634.000 Euro. Von den 265 befragten Firmen waren etwas mehr als die Hälfte mittlere Unternehmen mit 201 bis 2000 Mitarbeitern. 38 % kamen aus dem Bereich Finanzdienstleistungen, 14 % aus der Sparte Versorgung/Energie. Rund zwei Drittel der kulturfördernden Unternehmen sitzen im Süden und in der Mitte Deutschlands. (23/04/10; Quelle: BDI)

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