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Noch 208.000 Holocaust-Überlebende in Israel - viele leben in Armut
66 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs leben in Israel noch etwa 208.000 Holocaust-Überlebende. Etwa die Hälfte von ihnen sind älter als 80 Jahre, rund 60.000 gelten als arm. Das ergab eine Studie der Stiftung für die Opfer des Holocaust, die anlässlich des am 1. Mai beginnenden Gedenktages Jom HaSchoah in Tel Aviv veröffenlticht wurde.
Etwa 74.000 sind direkte Überlebende der Lager und Ghettos, während es sich bei den restlichen 134.000 Menschen um Holocaust-Flüchtlinge handelt, die den Nationalsozialisten durch Flucht oder im Versteck entkommen konnten. In den Jahren nach der israelischen Staatsgründung machten Holocaust-Überlebende etwa die Hälfte der Bevölkerung aus. Heute sind es nur noch etwa vier Prozent.
Es werde damit gerechnet, dass es in etwa 16 Jahren niemand mehr geben werde, der die Geschichte des Holocaust aus erster Hand erzählen könne, sagte ein Sprecher der Stiftung. Laut einer Studie, die die Stiftung in Auftrag gegeben hat, haben viele der Überlebenden mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen.
Etwa 40 Prozent berichteten über Einsamkeit. Ein Fünftel der Überlebenden beklagten, sie könnten im Winter nicht ausreichend heizen. Etwa fünf % gaben an, sie hätten nicht genug zu essen. Viele von ihnen litten unter altersbedingten Gesundheitsproblemen.
Appell zur Hilfe
Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass der Bedarf an Hilfe für die Holocaust-Überlebenden in Israel in den kommenden Jahren noch steigen werde, sagte der Vorsitzende der Stiftung, Elazar Stern. „Die jüngere Generation wird uns nicht vergeben, wenn wir die ältere Generation nicht mit dem Respekt behandeln, den sie verdient hat“, sagte Stern. (Stiftung für die Opfer des Holocaust



