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Nur wenige Spenden für die Hochschulen
Weniger als ein Prozent der Budgets der brandenburgischen Hochschulen stammt im Durchschnitt aus Spenden und Sponsoring. Wie das Wissenschaftsministerium in Potsdam am Sonntag mitteilte, sind diese Einnahmen "in ihrer Bedeutung begrenzt". Ursache dieses im Bundesvergleich nur geringen Spendenaufkommens sei die schwache Wirtschaftsstruktur des Landes. Zudem sei die Spenden- und Sponsoringkultur im Land nicht weit entwickelt.
Die Landesregierung teilte mit, sie rechne nur mit einer “langsamen positiven Entwicklung“. Im vergangenen Jahr warben die Hochschulen dem Ministerium zufolge 2,04 Mio. € an Spenden und Sponsorengeldern ein. Dies sei ein Steigerung gegenüber den Vorjahren. 2008 und 2009 seien es zusammen 3,83 Mio. € gewesen.
Die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) lag dabei mit Spenden von über 953.000 € klar auf Platz eins. Die Viadrina, die als einzige brandenburgische Stiftungs-Hochschule über eigenständige Fundraising-Strukturen verfüge, habe seit 2008 das Spendenaufkommen deutlich verstärkt. Die Einnahmen aus Spenden, Sponsoring und Zustiftungen machten laut Ministerium dort im Jahr 2010 mehr als vier Prozent des Haushalts aus. Die Universität Potsdam auf Platz zwei erreichte ein Spendenaufkommen von gut 455.000 €.
Im 2007 geschlossenen Hochschulpakt hatten die Hochschulen zugesichert, ihre Bemühungen zur Einwerbung privater Mittel zur Aufstockung der Hochschulhaushalte zu verstärken. (Wissenschaftsministerium des Landes Brandenburg)



