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Preisträger fordern mehr Anerkennung für den Wissenschaftsdialog

Die Wissenschaftskommunikation in Deutschland ist bunt, lebendig und vielfältig. Noch aber fehlt ihr die feste Verankerung in den Fachgebieten und in den Institutionen. Und das bildungsferne Publikum bleibt links liegen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Der Stifterverband hat alle Communicator-Preisträger zum Stand und zu den Perspektiven der Wissenschaftskommunikation in Deutschland befragt.

Die Wissenschaftler und ihre Institutionen bleiben demnach aufgerufen, sich noch stärker für den Dialog einzusetzen. Öffentliche Debatten seien oft durch einen Mangel an wissenschaftlichem Sachverstand geprägt. Pressestellen seien unterausgestattet, das Engagement für den Dialog werde bei Begutachtungen, in Berufungsverfahren oder bei Mittelbewilligungen kaum oder gar nicht gewürdigt.


Unter den Berfragten: Preisträgerin 2009, Jutta Allmendinger

“Die Äußerungen der Communicator-Preisträger fallen ernüchternd aus. Wenn der Dialog mit der Öffentlichkeit zu den anerkannten Aufgaben eines Wissenschaftlers gehört, dann müssen Leistungen in der Wissenschaftskommunikation zu einem beurteilten Kriterium in Förder-, Evaluierungs- und Berufungsverfahren werden. Es ist an der Zeit, dass die Wissenschaftsorganisationen ihr 1999 gegebenes Versprechen einlösen”, sagt Frank Stäudner, Autor der Umfrage.

Mit dem Preis zeichnen Stifterverband und Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit dem Jahr 2000 Wissenschaftler aus, die ihre Fachgebiete und Forschungsarbeiten einem breiten Publikum vielfältig, originell und kreativ nahebringen und sich darüber hinaus um den immer notwendigeren Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit verdient machen. (29/10/09)

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