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Stiftung Friedliche Revolution mahnt zu Gewaltlosigkeit in Ägypten

Die Stiftung Friedliche Revolution hat die Demonstranten in Ägypten zur Gewaltlosigkeit aufgefordert. "Trotz vielfältiger Unterschiede erinnern uns die aktuellen Ereignisse in Tunesien, im Jemen und vor allem in Ägypten sehr an die Tage der Friedlichen Revolution des Jahres 1989 in der DDR", heißt es in einem Offenen Brief der Stiftung, den der frühere Nikolaikirchenpfarrer und Vorstandsmitglied Christian Führer am Montag beim wöchentlichen Friedensgebet in der Leipziger Nikolaikirche verlesen hat.

“Wir möchten Sie daher als Stiftung Friedliche Revolution ermutigen, Ihren Protest gegen staatliche Unterdrückung und Bevormundung nur mit friedlichen Mitteln fortzusetzen”, heißt es darin weiter. Der kreative friedliche Protest könne “Berge versetzen”.

Die Verfasser des Briefes seien überzeugt, dass Gegengewalt aus den Reihen der Demonstranten der Durchsetzung ihrer Forderung von Demokratie nur schade. Sie schaffe Spielraum für Provokateure, die “die Opposition spalten und Chaos stiften und dem Regime die Handhabe zu hartem Durchgreifen liefern”. Auch das ägyptische Regime wird in dem Brief dazu aufgefordert, den Willen seines Volkes zu respektieren und die notwendigen Veränderungen “im Sinne einer wahren Demokratisierung” des Landes in Gang zu setzen.

Die Stiftung Friedliche Revolution wurde 2009 zum 20. Jahrestag der Leipziger Montagsdemonstrationen, die den Wandel in der DDR eingeläutet hatten, gegründet. Ihr Ziel ist es nach eigenen Angaben, “den Geist des Herbstes 1989 wachzuhalten und sich aus diesem Geist heraus auch heute in Gesellschaft und Politik einzumischen”. (09/02/11; Quelle: Stiftung Friedliche Revolution)

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