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Stiftung nennt HIV-Infizierte Opfer der Sozialreformen
Die Deutsche Aids-Stiftung hat vor einer weiteren Verschlechterung der finanziellen Situation HIV-Infizierter gewarnt. Ebenso wie andere chronisch Kranke seien sie «Opfer der Gesundheits- und Sozialreformen» der vergangenen Jahre, kritisierte die Stiftung am Montag in Düsseldorf. So seien unter anderem die früher üblichen Einmalleistungen aus der Sozialhilfe gestrichen worden, auf die viele sozial schwache HIV-Infizierte im täglichen Leben angewiesen seien. Durch das geplante Sparpaket der Bundesregierung drohten nun weitere Kürzungen.
Nach Angaben der Stiftung sind viele HIV-Infizierte auf staatliche Sozialleistungen angewiesen, weil sie mit Nebenwirkungen, Begleiterkrankungen und Resistenzbildungen zu kämpfen haben und dadurch oft nur vermindert erwerbsfähig sind. Weil der Staat jedoch immer mehr Leistungen streiche, wendeten sich Betroffene verstärkt an die Aids-Stiftung. Allein im vergangenen Jahr seien mehr als 2.500 Anträge eingegangen. Die meisten Antragsteller hätten um Hilfen für die Wohnung, Kleidung und medizinische Hilfsmittel gebeten.
Für ihre Hilfen konnte die Stiftung im vergangenen Jahr auf rund 2,6 Millionen Euro an Spenden zurückgreifen. Während die privaten Spenden trotz Wirtschaftskrise relativ stabil geblieben seien, hätten sich Unternehmen eher zurückgehalten, hieß es. Daher habe die Stiftung zwar die Hilfe für HIV-Infizierte in existenziellen Notlagen aufrechterhalten können. Das ursprüngliche Ziel, Betroffenen ein Mehr an Lebensqualität zu ermöglichen, habe jedoch in den Hintergrund treten müssen. (06/07/10; Quelle: Duetsche AIDS-Stiftung)



