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Stiftungen: Financiers und Akteure einer starken Zivilgesellschaft
„Als Financiers einer starken Zivilgesellschaft sind Stiftungen essenziell für das Gemeinwohl, vor allem in Städten; zumal dort mehr als die Hälfte aller Stiftungen tätig ist“, sagte Dr. Wilhelm Krull, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, auf dem Deutschen StiftungsTag 2010. In Frankfurt tagen derzeit 1.600 Akteure aus dem Stiftungswesen. Vom europaweit größten Stiftungentreffen mit dem Thema „Stiftungen in der Stadt – Impulsgeber für das Gemeinwesen vor Ort“ erwarte Krull eine nachhaltige Wirkung für die Gesamtgesellschaft.
„Viele aktuelle Herausforderungen, die sich gerade in Städten manifestieren – die demographische Entwicklung, die wachsende gesellschaftliche Kluft oder der effiziente Umgang mit Energie – lassen sich ohne Stiftungen nicht meistern“, ergänzte Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.
Auf der Pressekonferenz zog der Verband eine insgesamt positive Bilanz über die Entwicklung der deutschen Stiftungslandschaft. 2009 gab es mit 914 Stiftungen die dritthöchste Anzahl an Neugründungen. Ende des vergangenen Jahres bestanden in Deutschland 17.372 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts; allein in den letzten drei Jahren sind 3.068 Stiftungen hinzugekommen.
Ferner ergab eine kürzlich durchgeführte repräsentative Umfrage des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, dass die durch die Wirtschafts- und Finanzmarktkrise bedingten Vermögensverluste der deutschen Stiftungen deutlich geringer ausfallen und weniger Stiftungen betreffen als vielfach befürchtet.
Gesellschaftliche Bedeutung von Stiftungen noch nicht ausreichend bekannt
Trotz ihrer gesellschaftlich bedeutsamen Rolle ist in der Bevölkerung relativ wenig über Stiftungen und ihr gemeinwohlorientiertes Engagement bekannt. Zu diesem Ergebnis kommt eine weitere repräsentative Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid Anfang März im Auftrag des Bundesverbandes für den StiftungsReport 2010/11 durchführte. Gleichzeitig macht die Erhebung deutlich, dass die Reputation von Stiftungen und ihrer Arbeit umso höher ist, je mehr Kontakt zu Stiftungen die Befragten gehabt haben.
Einen prominenten Multiplikator gewinnt der Bundesverband Deutscher Stiftungen mit dem ehemaligen Tennisprofi und Stifter Michael Stich. Er stellt sich auf der Mitgliederversammlung zur Wahl in den Beirat: “Ich freue mich sehr auf das Engagement im Bundesverband Deutscher Stiftungen. Mein Ziel ist es, den Menschen zu vermitteln, dass soziales Engagement wichtig ist, aber auch, dass Stiftungen untereinander noch viel enger zusammenarbeiten können”, sagte Stich im Vorfeld. Mit seiner Stiftung kümmert sich Stich seit 1994 um HIV-infizierte Kinder. 1997 erhielt er dafür den Deutschen Stifterpreis. In diesem Jahr geht der Deutsche Stifterpreis an den Gründer mehrerer Stiftungen Jens Mittelsten Scheid. (07/05/10; Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen)



