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Studenten kritisieren Bertelsmann Stiftung
Rund 30 Studenten haben gestern vor der Bertelsmann Stiftung in Berlin-Mitte die "Einflussnahme der Einrichtung auf die Bildungspolitik" kritisiert. Die Stiftung sei eine neoliberale Denkfabrik mit kommerziellen Interessen, sagte ein Sprecher des Bildungsstreik-Bündnisses, das zu der Kundgebung aufgerufen hatte. Der Einrichtung wird von den Studenten vorgeworfen, dass sie eng mit den Medien des Bertelsmann-Konzerns zusammenarbeite und einen "enormen Einfluss auf die Bildungspolitik und die Ministerien" habe.
Der Protest richte sich auch gegen das von der Stiftung gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz gegründete Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Dessen Arbeit werde «maßgeblich von den Konzerninteressen geleitet», kritisierte einer der Redner. Das 1994 gegründete CHE gibt jährlich ein Hochschulranking heraus.
Am Nachmittag wollte sich Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) mit Studentenvertretern der Berliner Hochschulen treffen. Bei dem Gespräch solle über die Weiterentwicklung der Bologna-Reform diskutiert werden, sagte ein Sprecher der Senatsbildungsverwaltung. Der Senator wolle sich über konkrete Probleme in den einzelnen Studiengängen informieren und über seine Ideen berichten. In Berlin halten Studenten aus Protest gegen die Studienbedingungen seit drei Wochen Hörsäle an mehreren Universitäten besetzt. (02/12/09; Quellen: inofRadio, dpa)



