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Studie bescheinigt österreichischen Betrieben internationale Vorreiterrolle
"Österreich steht in puncto verantwortungsvolles Unternehmertum im internationalen Vergleich besonders gut da. Vor allem für die kleinen und mittleren Betriebe ist verantwortungsvolles Unternehmertum (CSR) eine Selbstverständlichkeit und tagtäglich gelebte Praxis, die nicht an die große Glocke gehängt wird", betonte Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich einer Podiumsdiskussion mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Christian Friesl von der Industriellenvereinigung, sowie Harald Mahrer, Geschäftsführer von Pleon Publico, Dienstagabend im Haus der Wirtschaft in Wien, bei der eine Studie zum Thema "Unternehmen im Spannungsfeld von Freiheit und Verantwortung" vorgestellt und diskutiert wurde.
“Kleine und mittlere Unternehmen sind mehrheitlich eigentümergeführt bzw. Familienbetriebe. Dort gilt das Motto, in Generationen zu denken und nicht in Quartalen”, betonte die WKÖ-Generalsekretärin. Die Kehrseite: “Für die Kommunikation des sozialen und umweltfreundlichen Verhaltens fehlt oft schlichtweg die Zeit.”
Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund sei die Freiwilligkeit von CSR-Maßnahmen, wie sie auch die EU-Kommission vorsieht, besonders wichtig. “Es geht darum, was Unternehmen tun können, nicht was sie tun müssen. Es geht um Chancen und nicht um Pflichten und Regeln, zumal die freiwilligen Maßnahmen quasi per Definition über den gesetzlichen Rahmen hinaus gehen”, stellte Hochhauser fest. Darunter fällt die Mitarbeiterfreistellung für Hochwasser und Katastrophenschutz ebenso wie die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dieses Prinzip der Freiwilligkeit zahle sich für alle aus. Wo hingegen alles bis ins letzte Detail vorgeschrieben werde, gehe Kreativität und damit Innovationspotenzial verloren.
Aus Sicht der WKÖ ist es wichtig, dass sich Unternehmen durch ihr verantwortliches Handeln auch einen Wettbewerbsvorteil schaffen können – etwa indem sie sich positiv von Mitbewerbern abheben, Nischen besetzen und letztlich als bessere Arbeitgeber auch die besseren Mitarbeiter bekommen. “Es liegt auch auf der Hand, dass ein Unternehmen, das ein gutes Verhältnis zu seinen Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden etc. hat, Krisen wie wir sie derzeit erleben besser überstehen kann”, betonte Hochhauser.
Verantwortungsvolles Unternehmen werde auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Gestaltung und Erneuerung der Gesellschaft und der Wirtschaft spielen wird. “Die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen werden ohne die aktive Mithilfe der Unternehmen nicht lösbar sein. Und die Mehrheit der Betriebe ist bereit, diese Verantwortung wahrzunehmen”, so Hochhauser abschließend. (04/11/09; Quelle: Wirtschaftskammer Österreich)



