Organisation & Finanzen
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Mit der soeben erschienenen Januar/Februar-Ausgabe des Förderermagazins MONUMENTE startet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz einen Rückblick auf die von ihr im vergangenen Vierteljahrhundert geleistete Arbeit. Eindrucksvolle Förderbeispiele aus allen Teilen des Bundesgebiets veranschaulichen den beachtlichen Beitrag, den die 1985 auf Schloss Gracht bei Bonn gegründete private Denkmalschutz-Stiftung bei der Rettung der Kulturlandschaften – insbesondere in den östlichen Bundesländern – leisten konnte.
Beispielhaft vorgestellt werden in der Zeitschrift das Rundschloss im thüringischen Oberpöllnitz, Schloss Gross Rietz in Rietz-Neuendorf, die Frauenkirche in Dresden, die Dorfkirchen von Bristow und Holbach und Schloss Demerthin im Landkreis Prignitz. Zur Rettungsgeschichte der Stiftung gehören aber auch die in Form eines Ratespiels vorgestellten Projekte Leuchtturm Roter Sand in der Nordsee, der Konzertsaal Bagno in Steinfurt, das Heilgeistkloster in Stralsund, der Zeitzer Dom, der Vogteiplatz in Osterwieck, die Büttnerstraße in Görlitz und Schloss Wachau in Sachsen. Sie stehen stellvertretend für all die Denkmale, bei denen die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum begehende Stiftung Denkmaleigentümer, Fördervereine, Kommunen und Kirchengemeinden finanziell unterstützen konnte. Insgesamt kommt die Bonner Stiftung seit ihrer Gründung auf bundesweit mehr als 7000 Fördermaßnahmen an rund 3.600 Denkmalen, für die sie über 430 Millionen Euro bereitstellen konnte, die insbesondere durch private Spenden, Vermächtnisse, Bußgelder und nicht zuletzt die Lotterie GlücksSpirale, die Rentenlotterie von Lotto, zusammenkamen. Kirchen und Klöster profitierten davon ebenso wie Schlösser, Herren- und Bürgerhäuser, technische Denkmale, historische Grünanlagen und archäologische Grabungen.
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Professor Dr. Dr. Ing. E. h. Gottfried Kiesow, dankt im Editorial des Magazins all denen, die der Stiftung ihre Mittel anvertraut haben. Nur dank dieses Vertrauens sei es der Stiftung unter der Schirmherrschaft des jeweiligen Bundespräsidenten möglich gewesen, ihren wichtigen Beitrag zum direkten Erhalt des kulturellen Erbes und zur Bewusstseinsbildung für die Denkmalpflege zu leisten. Die DSD hat sich im vergangenen Vierteljahrhundert nicht nur zu der wohl größten privaten Initiative für die Belange des Denkmalschutzes in Deutschland entwickelt, sondern auch zu einem wichtigen Partner im politischen und fachlichen Diskurs zum Thema Denkmalpflege. Insbesondere mit dem „Tag des offenen Denkmals“, dem Schulprogramm „denkmal aktiv“ und dem „Freiwilligen Jahr in der Denkmalpflege“, das inzwischen in 12 Jugendbauhütten absolviert werden kann, mit der Handwerker- und Architektenfortbildung und der Denkmalvermittlung an eine interessierte Öffentlichkeit hat die DSD in den letzten 25 Jahren eine Reihe von nachhaltigen Initiativen gestartet.
In Anbetracht der derzeitigen Situation der öffentlichen Hand ist die Aufgabe der privaten Denkmalschutz-Initiative jedoch auch für die nächsten 25 Jahre groß. Unter dem Motto „Wir bauen auf Kultur“ wirbt die Stiftung in ihrem Jubiläumsjahr daher weiter um Unterstützung. (08/02/10; Quelle: DSD)



