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Ägypten fordert offiziell Rückgabe der Nofretete-Büste
Der Leiter der Altertumsbehörde, Hawass, berief sich auf Unterlagen, die die Leiterin des Ägyptischen Museums Berlin, Seifried, bei ihrem Besuch in der ägyptischen Hauptstadt übergeben hatte. Laut Hawass hat der deutsche Ausgrabungsleiter Borchardt 1913 in betrügerischer Absicht falsche Angaben gemacht, um die Büste auszuführen.

Foto: Jana Schmahl
Nach Berliner Einschätzung beweisen die Dokumente aber, dass die Teilung des Archäologischen Fundes damals korrekt abgelaufen ist. Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, hatte erst vor wenigen Tagen gesagt: „Nofretete bleibt in Berlin, das ist doch selbstverständlich, daran gibt es keinen Zweifel.” Eissenhauer weiter: “Wir legen alle Dokumente offen, wir lassen die ägyptische Seite an unserem Wissen teilhaben, um zu betonen, dass wir nichts verheimlichen. Wir sind überzeugt davon, dass es bei der Fundteilung absolut korrekt zugegangen ist. Damals ist nicht mit falschen Karten gespielt worden, nichts verheimlicht, nicht betrogen worden.” Laut Eissenhauer war “die Einigung über die Fundteilung war ein ganz reguläres Verfahren”.
Die Nofretete-Büste zählt zu den wichtigsten Ausstellungsstücken im kürzlich wiedereröffneten Neuen Museum in Berlin. (21/12/09; Quellen: inforradio, Stiftung Preußischer Kulturbesitz)
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