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Bund beteiligt sich an Stiftung für Kölner Stadtarchiv
Der Bund beteiligt sich mit einer Mio. € an der Stiftung für das Kölner Stadtarchiv. Der Haushaltsausschuss des Bundestags habe einen entsprechenden Beschluss gefasst, teilte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) am heutigen Freitag in Berlin mit. Zuvor hatte sich das Land Nordrhein-Westfalen ebenfalls bereiterklärt, sich mit einer Mio. € an der Stiftung zu beteiligen.
Die Stadt Köln hatte zugesichert, 63,1 Millionen Euro für die Rettung und Restaurierung des beschädigten Archivguts zur Verfügung zu stellen. Diese Summe übersteigt die bislang ausgezahlte Versicherungssumme für das vom Archiveinsturz betroffene Archivgut um 1,6 Millionen Euro. Ferner sicherte die Stadt zu, die Haftungsfragen schnellstmöglich zu klären und Zahlungen für Schäden an den betroffenen Archivalien zweckgebunden für die Restaurierung zu verwenden.
Bei dem Einsturz des Stadtarchivs und zweier benachbarter Wohnhäuser waren am 3. März 2009 zwei Menschen getötet und unzählige wertvolle Kulturgüter verschüttet worden. Als wahrscheinlichste Unglücksursache gelten Probleme beim U-Bahnbau in unmittelbarer Nähe.
85 % des teilweise massiv beschädigten Archivguts konnten inzwischen geborgen werden. Der Erhalt und die Restaurierung der Archivalien ist einer der Zwecke der Stiftung. Außerdem wird sie darüber wachen, dass zu erwartende Schadensersatz- und Versicherungsforderungen verfolgt und entsprechende Zahlungen vorrangig für die Restaurierung eingesetzt werden. (05/03/10; Quellen: Inforadio, Pressestelle Beauftragter für Kultur und Medien)



