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Bund und Länder fördern Auschwitz-Stiftung
Bund und Länder fördern in den kommenden fünf Jahren die Internationale Stiftung Auschwitz-Birkenau mit 60 Mio. €. Darauf verständigte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel verständigte sich am Mittwoch in Berlin mit den Ministerpräsidenten der Länder. Merkel sprach von einem "bemerkenswerten Projekt". Deutschland zeige damit, dass es seiner historischen Verantwortung für den Holocaust gerecht werde.
Nach Einschätzung von Historikern wurden im von den Nationalsozialisten betriebenen Vernichtungslager Auschwitz zwischen 1,1 und 1,5 Millionen Menschen ermordet. Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager von sowjetischen Truppen befreit.
In dem Beschluss bekennen sich Bund und Länder zur gemeinsamen Verantwortung, die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau als Mahnmal der europäischen Geschichte zu erhalten. Die Koordination der Umsetzung des Beschlusses übernehmen der Bund und Nordrhein-Westfalen. Bund und Länder übernehmen je die Hälfte der 60 Mio. €.
Die Internationale Stiftung Auschwitz-Birkenau wurde auf Initiative des polnischen Staatssekretärs Wadysaw Bartoszewski Anfang 2009 gegründet. Mit den Erträgen des angestrebten Stiftungskapitals von 120 Mio. € sollen künftig die über 150 Gebäude und 300 Ruinen sowie vor allem die unzähligen persönlichen Gegenstände der ermordeten Häftlinge erhalten werden. Die Koordination der Umsetzung des Beschlusses übernehmen der Bund und Nordrhein-Westfalen. Bund und Länder übernehmen je die Hälfte der 60 Millionen Euro. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) sagte in Berlin: “Die Verantwortung für das, was geschehen ist, bleibt.”
Nordrhein-Westfalen habe den Gedanken, die Gedenkstätte mit Hilfe einer Stiftung zu erhalten, von Beginn an unterstützt, sagte Rüttgers. Dabei knüpfe man an die Hilfe an, die das Land NRW beispielsweise schon bei der Restaurierung und Archivierung der Akten des Hygiene-Instituts leiste, so Rüttgers, der zugleich als einziger Deutscher Mitglied im Stiftungsrat der Internationalen Auschwitz-Stiftung ist. (17/12/09; Quelle: Pressestelle Landesregierung NRW)



