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Deutsche Stiftung Denkmalschutz übernimmt Nicolaihaus

Am Montag überreichte der Liegenschaftsfonds Berlin den Schlüssel für das Nicolaihaus an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Nach Sanierungsarbeiten wird die Stiftung voraussichtlich Ende 2012 die neuen Räume beziehen. "Das Gebäude ist ein einzigartiges Stück Berliner Geschichte", erklärte Holger Lippmann, Geschäftsführer des Liegenschaftsfonds Berlin. Es gehörte einst dem deutschen Schriftsteller und Philosophen Christian Friedrich Nicolai, einem Freund von Lessing und Mendelsohn.

Foto: Beek100 / Archiv Wikimedia Commons

Das Nicolaihaus galt im 18. Jahrhundert als Ort der literarischen Aufklärung, wo sich berühmte Persönlichkeiten wie Karl Friedrich Schinkel, Johann Gottfried Schadow und Christoph Wilhelm Hufeland zum Austausch intellektueller Gedanken trafen. Seit 2007 steht das Haus mit dem einzig erhaltenen barocken Innenhof der Stadt leer. “Für die Wiederbelebung der Immobilie in der historischen Mitte Berlins eignet sich kein besserer Käufer als die Deutsche Stiftung Denkmalschutz”, so Lippmann.

“Willkommen in Berlin, im zukünftig eigenen Haus. Wir sind glücklich darüber, dass die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in eines der ältesten Gebäude der Stadt zieht und somit ein bedeutender Standort Berliner Geschichte langfristig erhalten bleibt”, sagte André Schmitz, Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten.

“Mit dem Nicolaihaus hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erstmals eine eigene und gemeinsame Immobilie für sämtliche Mitarbeiter der Stiftung, die bisher auf mehrere Standorte in Berlin und Potsdam verteilt sind, gefunden, die zu ihr als Denkmalstiftung passt”, erklärte Dr. Wolfgang Illert, Geschäftsführer der Stiftung.

Johann Ernst Gotzkowsky, Gründer der Berliner Porzellanmanufaktur, erwarb 1747 das Nicolaihaus. 40 Jahre später ging es dann in den Besitz von Nicolai über. Dieser ließ es durch Carl Friedrich Zelter für seine Verlagsbuchhandlung umbauen. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte das Haus eine Reihe unterschiedlicher Nutzungsformen: es war Wohnhaus, Buchhandel und Verlagsgesellschaft, Zwangsquartier für französische und russische Soldaten sowie Museum. 40 Jahre lang war hier der Sitz des Zentralinstituts für Denkmalpflege der DDR und auch das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege hatte in dem seit 1977 unter Denkmalschutz stehenden Haus zehn Jahre seinen Sitz. (26/07/11; Quelle: Liegenschaftsfonds Berlin GmbH & Co. KG)

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