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Einstein-Stiftung hält Charité-Professor in Berlin
Die von Finanzmittelknappheit geplagte Charité hat mit Hilfe der Einstein-Stiftung den international renommierten Neurowissenschaftler Dietmar Schmitz in Berlin halten können. Mit der sogenannten Einstein-Professur, deren erster Inhaber nun Schmitz sei, habe die Stiftung einen bedeutenden Beitrag zur Stärkung des Wissenschaftsstandortes Berlin und seiner Konkurrenzfähigkeit geleistet, sagte Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner (SPD), am Montag in Berlin.
Schmitz soll kein Einzelfall bleiben. Mit drei Millionen Euro pro Jahr werde die Stiftung mit ihrem Programm Einstein-Professur auch in Zukunft die Berliner Universitäten und die Charité in die Lage versetzen, beim Wettbewerb um die besten Köpfe in der ersten Liga zu spielen, sagte Marion Müller von der Stiftung. Nach Zöllners Worten erhält Schmitz aus dem Förderprogramm der Einstein-Stiftung 800.000 € im Jahr.
Damit könne er die nächsten fünf bis zehn Jahre gut arbeiten, sagte Schmitz. Das Geld wolle er zunächst für die Anschaffung dringend benötigter medizinischer Geräte und Apparaturen verwenden, ohne die er seine Forschungsarbeiten nicht fortsetzen könne. Entscheidend für seinen Verbleib an der Charité sei aber nicht nur die Verbesserung der finanziellen Möglichkeiten gewesen, sondern vor allem die von ihm an der Charité in den vergangenen Jahren mit aufgebauten Kooperationsmöglichkeiten mit Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen, die er nun weiter ausbauen wolle.
Dem 42-jährigen Mediziner lagen nach eigenen Worten Angebote der Leibniz-Gesellschaft in Magdeburg und der Universität Hamburg vor. Der Prodekan für Forschung an der Charité, Rudolf Tauber, würdigte Schmitz als hochintegrative, zentrale Person auf dem Gebiet der Neurowissenschaft in der Charité und Berlin. Ihm sei es gelungen, verschiedene konkurrierende Wissenschaftsansätze unter einem Dach zu vereinen. “Ohne Schmitz wären viele Verbundprojekte nicht nach Berlin gekommen”, fügte Tauber hinzu.
Finanziell stehe die Charité “mit dem Rücken an der Wand”. In den vergangenen Jahren hätten Professorenstellen nicht besetzt werden können, weil die Charité den Erwartungen der Kollegen aus finanziellen Gründen nicht habe entsprechen können, ergänzte Tauber. (15/03/11; Quelle: Einstein-Stiftung)



