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Fünf Jahre Deutsche Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe
42 Millionen Menschen sind laut UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) derzeit auf der Flucht. Darunter befinden sich rund sechs Millionen Langzeit-Flüchtlinge, die bereits vor fünf Jahren und länger aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Weltweit gibt es etwa 30 dieser Dauerkrisen, über die nur selten berichtet wird. Darunter sind afghanische Flüchtlinge in Iran und Pakistan, Bosnier und Kroaten in Serbien und Tausende Rohingyas, Flüchtlinge aus Myanmar, die in Bangladesch Aufnahme gefunden haben. Solche Flüchtlingskonflikte, die in Vergessenheit geraten sind, stehen im Fördermittelpunkt der Deutschen Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe. Anfang Dezember 2004 gegründet, feiert sie jetzt ihr fünfjähriges Bestehen.

Eine somalische Flüchtlingsfrau wartet mit ihrer Lebensmittelkarte auf die Essenverteilung der UNHCR-Helfer. Die jüngste Gewalt im Krisenland Somalia hat die Zahl der Binnenvertriebenen auf 1,3 Millionen anwachsen lassen. Copyrigth: UNHCR / E. Hockstein
Zum Beispiel in Bangladesch: In zwei Flüchtlingslagern in Cox’s Bazaar, im Südosten des Landes, leben rund 28.000 Rohingyas, eine religiöse und ethnische Minderheit aus Myanmar, die 1991 nach Bangladesch flüchten musste. Während der letzten 18 Jahre hatten die Rohingyas weder Aussicht auf eine Rückkehr in ihre Heimat noch auf lokale Integration, so dass die meisten von ihnen ein Leben am Rand der Gesellschaft führen mussten. Um für 1.500 Rohingya-Frauen Lebensperspektiven zu schaffen, fördert die Stiftung ein UNHCR-Projekt. Gemeinsam mit der Partnerorganisation Hathay Bunano werden in 15 Dörfern Produktionszentren errichtet und dort nach Grundsätzen des fairen Handels für den Export attraktive Spielzeuge, Haushaltsgegenstände und Kunsthandwerk hergestellt. Die Frauen lernen, ihre Fertigkeiten im Häkeln und Stricken zu verbessern. Rohingya-Frauen und ihren Familien bietet sich dadurch die Möglichkeit, eigenes Einkommen zu erwirtschaften und unabhängig zu werden: “Bevor Hathay Bunano hierhin kam, hatten wir nichts zu tun. Jetzt haben wir einen Beruf gelernt und können sogar das Schulgeld für unsere Kinder bezahlen”, sagt eine der Arbeiterinnen stolz. (09/12/09)



