Organisation & Finanzen
Nachrichten
Fünf neue Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern
Fünf neue Stiftungen fördern seit diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern vielfältige Projekte vom Umwelt- bis zum Denkmalschutz. Eine Stiftung unterstützt Schulen in Tansania, eine andere fördert die mecklenburgische Identität. Insgesamt arbeiten damit im Nordosten jetzt 144 Stiftungen, wie Hans-Günther Roes von der Stiftungsaufsicht des Landes sagte.
Dazu gehören Schwergewichte wie die Stiftung Alfried-Krupp-Kolleg Greifswald, die Wissenschaft und Forschung unterstützt, oder die Bürgerstiftung in Wismar mit inzwischen 500 000 Euro Kapital. Dieses wurde nach und nach von vielen Stiftern zusammengetragen.
Aber auch kleinere Stiftungen, wie die Bürgerstiftung Parchim, engagieren sich. Von den “Neuen” will sich die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest der Förderung eines breiten Spektrums von Kunst und Kultur bis hin zu sportlichen Veranstaltungen und Heimatkunde im Landkreis Nordwestmecklenburg und in Wismar widmen. Eine Einzelperson gründete in diesem Jahr die “Stiftung Umwald” für eine nachhaltige Entwicklung von Wald, Umwelt und Natur. Näheres zum Stifter wollte Roes unter Hinweis auf den Datenschutz nicht sagen. Die Herbert-Ewe-Stiftung in Stralsund, die Medien zufolge mit einem Kapital von 100 000 Euro ausgestattet ist, widmet sich dem Erhalt der Stralsunder Altstadt, einer Unesco-Welterbestätte. Die ebenfalls in diesem Jahr gegründete kirchliche Eckart-Schwerin-Stiftung will Schulprojekte in Tansania voranbringen.
Die fünfte neue Stiftung schließlich kam durch einen Umzug ins Land; es handelt sich um die Stiftung Mecklenburg, die ihren Sitz von Ratzeburg (Schleswig-Holstein) nach Schwerin verlegte. Die Stiftung, die neben einer Sammlung mecklenburgischer Gemälde auch eine umfangreiche Bibliothek und Möbelstücke aus mecklenburgischen Schlössern besitzt, will mit Ausstellungen und anderen Projekten die Landesidentität stärken. “Weitere sieben Stiftungen haben einen Antrag auf Anerkennung gestellt”, sagte Roes. Die Prüfung laufe.
MV gehört zu den Bundesländern mit der geringsten “Stiftungsdichte”. Im Nordosten kommen auf 100 000 Einwohner lediglich acht Stiftungen (2008). Im Nachbarland Schleswig- Holstein sind es hingegen 22. Gründe für die vergleichsweise geringe Zahl an Stiftungen im gesamten Osten sind die zu DDR-Zeiten abgebrochene Tradition und der Mangel an Kapital in weiten Teilen der Bevölkerung. (28/12/09; Quelle: dpa, NDR)



