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Gedenkstätten-Stiftung vertagt Personalentscheidungen

Der Beirat der Stiftung Sächsische Gedenkstätten hat entschieden, zwei offene Posten vorerst nicht zu besetzen. Wie das Wissenschaftsministerium mitteilte, beschloss der Stiftungsrat unter Vorsitz von Ministerin Sabine von Schorlemer am Montag, das Votum auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Das Gremium lehnte den Vorschlag ab, den ehemaligen Leipziger SED-Funktionär Volker Hölzer zu berufen. Zudem wurde die jüdische Gemeinde in Dresden um einen neuen Personalvorschlag gebeten. Deren Vorsitzende Nora Goldenbogen wurde wegen ihrer Vergangenheit als SED-Parteischullehrerin ebenfalls abgelehnt.

Um die Besetzung der Posten und die Personalie Hölzer gibt es seit langem Streit. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins “Focus” waren der Zentralrat der Juden in Deutschland und frühere DDR-Bürgerrechtler gegen ihn. Stiftungsratsmitglied Uwe Schwabe nannte die Personalie dem Bericht zufolge “unerträglich”. Vorgeschlagen wurde Hölzer von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten. Deren Landessprecherin Regina Elsner zeigte sich erstaunt, dass die Kritik erst unmittelbar vor der geplanten Wahl laut werde. Der Lebenslauf des Kandidaten wäre “lange im Stiftungsrat bekann gewesen”.

Hölzer war von 1983 bis 1989 Leiter der Abteilung Agitation und Propaganda der SED-Bezirksleitung Leipzig. Damals habe er auch “arbeitsbedingte Verbindungen” zum MfS unterhalten. Diese habe er aber nie verschwiegen, erklärte Hölzer. (06/07/10; Quellen: RBB, Der Tagesspiegel)

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