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Kölner Stadtarchiv erhält erstes Geld

Der Kölner Kulturdezernent Georg Quander erwartet noch in diesem Jahr 60 Mio. € von der Versicherung des Historischen Archivs. Diese sollen das Grundkapital für eine noch zu gründende Stiftung liefern, die sich der Restaurierung der beim Archiveinsturz im März beschädigten Archivalien widmet. Die Gesamtkosten für die Restaurierung bezifferte Quander auf 300 bis 500 Mio. €, hinzu kommen die Kosten für den Archivneubau.

Foto: S. Klinker

60 Millionen Euro sei die höchstmögliche Versicherungssumme für die Kulturgüter gewesen. Falls ein Verursacher für das Unglück ermittelt werden könne, müsste dessen Haftpflichtversicherung für die Schäden aufkommen, wie Quander am Rande einer Sitzung des Fachbeirats zum Wiederaufbau des Historischen Archivs bekannt. Dem Beirat unter Vorsitz von Wilfried Reininghaus, Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, gehören Experten aus ganz Deutschland und dem Ausland an.

Die Gesamtkosten für die Restaurierung bezifferte Quander auf 300 bis 500 Millionen Euro, hinzu kommen die Kosten für den Archivneubau. Bereits im Februar will das Stadtarchiv einen provisorischen Standort in der Kölner Altstadt eröffnen. Dort sollen unter anderem die rund eine Million Kulturgüter zugänglich sein, die vor dem Unglück digitalisiert wurden.

Zudem hat die Stadt Köln eine Halle am Stadtrand angemietet, in der die Restaurierungsarbeiten koordiniert werden. Nach Angaben von Archivleiterin Bettina Schmidt-Czaia konnten in den vergangenen zwei Monaten rund 50 000 geborgene Archivalien identifiziert werden.

Beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs und zweier benachbarter Wohnhäuser waren am 3. März zwei Menschen getötet und zahlreiche historische Dokumente verschüttet und beschädigt worden. Ein Wassereinbruch in die U-Bahnbaustelle am Stadtarchiv gilt als wahrscheinlichste Unglücksursache. Rund zehn Prozent der Archivbestände befinden sich vermutlich noch im Grundwasserbereich an der Unglücksstelle. (12/09/09; Quelle: KSTA, WDR)

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