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Neubau des Folkwang Museums wird eröffnet

Am Mittwoch stellte Hartwig Fischer die frisch mit Kunst eingerichteten Räume des neuen Essener Folkwang Museums erstmals vor. Für den Direktor des Hauses ist es "das Wunder von Essen" und eine "in jeder Hinsicht außerordentliche Leistung". Am Samstag (30. Januar) wird der Neubau offiziell eröffnet. Mit der Fertigstellung des neuen Museumstraktes feiert Essen einen weiteren Höhepunkt im gerade erst begonnenen Kulturhauptstadt-Jahr im Ruhrgebiet. Der Neubau wurde komplett von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung finanziert.

Foto: Folkwang Museum

Der britische Architekt David Chipperfield ließ den aus den 1980er Jahren stammenden Erweiterungsbau des Museums komplett abreißen. An die Stelle setzte er sechs Würfel mit 23.000 Quadratmetern zusätzlicher Grundfläche aus hellgrün schimmerndem Glas, Stahl, großen Fenstern und Dachkonstruktionen, die viel Tageslicht durchlassen. “Den Geist des alten Hauses im neuen lebendig werden zu lassen”, sagt Chipperfield.

Vor allem viel natürliches Licht in den Ausstellungsräumen lassen die Werke moderner Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert auf besondere Art und Weise erstrahlen. Hell und luftig wirkt die gesamte Architektur des Neubaus und spiegelt so das Selbstverständnis des Museums, ein für alle offener Ort der Kunst und kulturellen Begegnung zu sein. Nach außen präsentiert sich der 55- Mio-Euro- Neubau mit blassgrün schimmernden Glaskeramikfassaden und meterhohen Fenstern. Hinzu kommen geschätzte 200.000 € für die Eröffnungsfeierlichkeiten. Der Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD) hatte versucht, die Kosten zu drücken, weil für eine überschuldete Ruhrgebietsstadt eine 200.000 Euro-Eröffnungsfeier nicht zeitgemäß sei. Am Dienstag entschied die Krupp-Stiftung schließlich, die Summe komplett zu übernehmen.

Ab kommenden Samstag ist das Museum für alle zugänglich. Zur Eröffnung sind zeitgenössische Zeichnungen, eine Plakat- und eine Fotoausstellung sowie als Dauerausstellung Bilder zeitgenössischer Künstler wie Mark Rothko, Barnett Newman oder Gerhard Richter zu sehen. Im März folgt die Ausstellung «Das schönste Museum der Welt» mit Werken aus dem ursprünglichen Bestand, die 1937 von den Nazis beschlagnahmt und in alle Welt verkauft wurden. Bilder von Künstlern wie Vincent van Gogh, Claude Monet, Cezanne Kandinsky werden im Frühjahr 2010 gezeigt. (28.01/10; Quelle: Folkwang Museum)

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