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Neues Zuhause für die Förderung der Wissenschaften

Nach einer über zwei Jahre andauernden Umbau- und Sanierungsphase hat die Fritz Thyssen Stiftung ihre neue Geschäftsstelle, das ehemalige Amerika Haus in Köln, bezogen. Der Stiftungssitz liegt mitten im Herzen der Stadt und soll eine Stätte des wissenschaftlichen Dialogs und des Gedankenaustauschs sowie ein Veranstaltungsort für wissenschaftliche Tagungen und Ausstellungen werden.

Innenhof des neuen Stiftungssitzes / Foto: Fritz Thyssen Stiftung

Zur feierlichen Eröffnung kamen gestern mehr als 400 geladene Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in das denkmalgeschützte Zuhause der Fritz Thyssen Stiftung.

Dr. Manfred Schneider, Vorsitzender des Kuratoriums und des Aufsichtsrats der Bayer AG, begrüßte die Gäste und bemerkte mit Blick auf das Gründungsjahr 1959: “Mit der Errichtung der ersten großen privaten Einzelstiftung, der Fritz Thyssen Stiftung, gelang ein Durchbruch, der für die Entwicklung des Stiftungswesens in Deutschland Vorbildwirkung erzeugen sollte. Heute nähern wir uns in Deutschland wieder der Marke von 20.000 Einzelstiftungen – einer Anzahl, die seit der Weimarer Republik bisher noch nicht wieder erreicht worden war.”

Auch Helmut Dockter, Staatssekretär im Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Angela Spizig, Bürgermeisterin der Stadt Köln, richteten ein Grußwort an die Gäste.

Das Stuttgarter Architekturbüro Cheret & Bozic hat den neuen Stiftungssitz in enger Abstimmung mit dem Kölner Denkmalschutz umgebaut und saniert. „Eine ganz besondere Herausforderung – vom Entwurf bis hin zur Planung im Detail – war es für uns, den bauzeitlichen Charme des Hauses restaurierend zu bewahren und gleichzeitig den Veränderungen in diesem Kontext Gestalt zu geben“, so Professor Peter Cheret und Jelena Bozic.

Zu dem bereits bestehenden Gebäudekomplex ist der Anbau einer zweigeschossigen Bürospange im Westen und eines eingeschossigen Konferenzsaals im Norden hinzugekommen. Die Flachdächer beider Anbauten werden intensiv begrünt und können als Dachterrasse mit Blick in den Innenhof genutzt werden. Das ehemalige fensterlose Auditorium, das von den Amerikanern als Kinosaal genutzt wurde, erhielt in Abstimmung mit
der Denkmalpflege eine großflächige Öffnung zum Innenhof. Im nach Amélie Thyssen benannten Auditorium werden zukünftig wissenschaftliche Tagungen und Vorträge sowie andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Das Auditorium und auch die Konferenzsäle sind mit modernster Veranstaltungstechnik ausgestattet. Im Amélie Thyssen Auditorium
befinden sich drei Dolmetscherkabinen.

Der Garten im Innenhof bleibt unverbaut. Der freie Zugang von der Straße Apostelnkloster in den Garten soll damit tagsüber wieder ermöglicht werden.

Als wichtiger Zeuge der neueren Geschichte Kölns bleibt das Amerika Haus nun durch die Nutzung der Fritz Thyssen Stiftung als Baudenkmal erhalten und wird auch in Zukunft als offenes Haus dem gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs dienen. (08/04/11; Quelle: Fritz Tyssen Stiftung)

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