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PEN fordert neues Konzept für Stiftung für Vertreibung

Das P.E.N. Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland und die internationale Else Lasker-Schüler-Gesellschaft in Wuppertal fordern von der Politik ein neues Konzept für die Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung". Der offene Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Deutschen Bundestag wurde von rund 50 Autoren unterzeichnet, darunter Herta Müller, Günter Grass, Siegfried Lenz, Ralph Giordano und Salman Rushdie.

Herta Müller, eine der Unterzeichnerinnen des Briefes / Foto: Hanser Verlag

Die anhaltende Diskussion um das vom BdV initiierte „Zentrum gegen Vertreibung“ zeige, dass noch immer die Gefahr bestehe, die Täter zu Opfern zu stilisieren. Auch deshalb müsse ein anderer Ansatz für diese Thematik gefunden werden. Die ab 1933 vertriebenen vorbildhaften Schriftsteller, Künstler und anderen Intellektuellen, die zum Teil auch aus den einst von der Wehrmacht besetzten Ländern stammen, müssten berücksichtigt und die betroffenen Staaten einbezogen werden.

In dem am Dienstag veröffentlichten Schreiben heißt es: “Wir bitten um eine Chance, die Thematik vom Kopf auf die Füße zu stellen, Ursache und Folgen darzustellen und die Persönlichkeiten zu ehren, die widerständig waren.! Die Vertreibung habe bereits 1933 mit dem Exodus deutscher Schriftsteller wie Thomas und Heinrich Mann, Intellektueller wie Albert Einstein, Künstler wie George Grosz oder Architekten wie Walter Gropius begonnen. (24/03/10; Quelle: PEN)

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