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Rechnungshof kritisiert Kunststiftung Sachsen-Anhalts

Der Landesrechnungshof hat die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt in Halle kritisiert. In einem Entwurf für den Prüfbericht werden mehrere Punkte bemängelt. Darunter die fachliche Eignung der Stiftungsvorsitzenden, die Finanzgeschäfte der Stiftung und ihr geplanter Umzug. In dem Papier des Rechnungshofes heißt es unter anderem, dass die derzeitige Stiftungsdirektorin Manon Bursian die erforderlichen Voraussetzungen für das Amt nicht erfülle. Bursian hatte ähnliche Kritik Ende des vergangenen Jahres schon einmal zurückgewiesen.

Die Rechnungsprüfer kritisieren auch die Finanzgeschäfte der Stiftung. Der Vorstand lege das Stiftungsvermögen in sehr riskanten Wertpapieren an. Gleichzeitig überprüfe er die Resultate der Anlage nicht ausreichend. Der Rechnungshof befürchtet, dass dadurch das Stiftungsvermögen erheblich geschmälert werden könnte.

Auch der geplante Umzug der Kunststiftung von der Moritzburg in eine Villa in Halle missfällt den Prüfern. Es fehlten Alternativvorschläge, eine Kosten-Nutzen-Analyse sowie eine genaue Bedarfsplanung. Zudem habe das Kultusministerium ohne ersichtlichen Grund festgelegt, dass das Land Kosten in Höhe von 250.000 € übernehme, die die Kunststiftung als Eigenanteil für den Umzug tragen sollte.

Die FDP kritisierte die Vorgänge scharf. Die finanzpolitische Sprecherin der Fraktion, Lydia Hüskens, sagte, “der Rechnungshofbericht belegt ein komplettes Versagen der Aufsichtsgremien und lässt auch an der fachlichen Eignung des Stiftungspersonals zweifeln.” Mit dem Thema befasst sich am Montag auch der Finanzausschuss des Landtags. Die Ausschussvorsitzende Angelika Klein von der Linksfraktion sagte, es seien eine Menge Ungereimtheiten zu klären. (14/02/11; Quelle: Mitteldeutsche Zeitung)

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