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Rückhalt für RAG-Vorstandsvorsitzenden
Rückendeckung für Wilhelm Bonse-Geuking, den in die Kritik geratenen Vorstandsvorsitzenden der RAG-Stiftung. Das Kuratorium der Stiftung bescheinigte ihm gestern, beim Verkauf von Anteilen der Evonik AG an den Finanzinvestor CVC korrekt gehandelt zu haben. Der Vorstand habe seine Kontrolleure "zeitnah und richtig" über das Vertragswerk mit CVC informiert, hieß es in einer Mitteilung des Kuratoriums. Er habe CVC auch "keine unüblichen oder übermäßigen Rechte" zugestanden.
Die RAG-Stiftung soll die Ewigkeitslasten des Bergbaus wie das Abpumpen von Gruben finanzieren. Die Mittel dazu soll sie aus dem Verkauf der Evonik AG erhalten, an der sie knapp 75 Prozent hält. Die Stiftung wurde 2007 geschaffen. Der damalige Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hatte Bonse-Geuking (CDU) als Chef der Stiftung durchgesetzt und den SPD-nahen Werner Müller verhindert.
Seit dem Regierungswechsel in Nordrhein-Westfalen aber wird über die Ablösung von Bonse-Geuking spekuliert. In diesem Zusammenhang hatten Kritiker gestreut, dass Rechnungshöfe den Verkauf an CVC gerügt und die mangelhafte Information der RAG-Stiftung gerügt hatten. Hierzu sollen gestern auch NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis viele kritische Fragen gestellt haben. Sie gehören neben 11 anderen Mitgliedern dem Kuratorium an, das vom früheren Eon-Chef Ulrich Hartmann geführt wird. Zweieinhalb Stunden dauerte die Sitzung in Berliner Räumen der Eon AG. Dann bekam Bonse-Geuking die öffentliche Rückendeckung des Kontrollgremiums. (31/08/10, Quelle: Der Tagesspiegel, dpa)



