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Stiftung errichtet Weltethos-Institut an der Universität Tübingen

Die Stiftung Weltethos wird ein Weltethos-Institut (Global Ethic Institute) an der Universität Tübingen errichten. Einer entsprechenden Vereinbarung zwischen der Universität Tübingen und der Stiftung Weltethos hat der Senat der Universität Tübingen in seiner Sitzung am 12. Mai 2011 zugestimmt. Stifterin des Weltethos-Instituts an der Universität Tübingen ist die vom Unternehmer Karl Schlecht gegründete Karl Schlecht Gemeinnützige Stiftung (KSG). Das Institut wird über einen jährlichen Etat von 1 Mio. €. verfügen.

Zweck des Weltethos-Instituts an der Universität Tübingen (WEIT) ist nach seiner Satzung „die Grundlagenforschung und Lehre zur wissenschaftlichen Fundierung der Idee eines Weltethos in der Gesellschaft und globalen Wirtschaft im Sinne der Förderung eines Dialogs der Religionen und Kulturen gemäß den Arbeitsfeldern der Stiftung”. Deren zentrale Arbeitsfelder sind: Weltethos und Weltreligionen, internationale Politik, globale Wirtschaft, Schule – Erziehung sowie Kultur. Das neue Institut wird außerdem einen innovativen Beitrag zum Lehrangebot der Universität Tübingen in einschlägigen Studiengängen, mit Veranstaltungen der wissenschaftlichen und allgemeinen Weiterbildung sowie im Studium Generale leisten.

Ein erster inhaltlicher Schwerpunkt des Weltethos-Instituts soll der Fundierung und Konkretisierung eines Globalen Wirtschaftsethos gewidmet sein. Dafür soll zunächst eine Professur für Globales Wirtschaftethos (Global Business Ethic) eingerichtet werden, deren Inhaber Direktor des Instituts sein wird. Internationale Gastwissenschaftler sollen ergänzend für begrenzte Zeiträume am Institut forschen und lehren. Neben Forschung und Lehre sollen auch praxistaugliche Konzepte zur Implementierung eines Globalen Wirtschaftsethos entwickelt werden. Programmatische Grundlage dafür ist das von der Stiftung Weltethos erarbeitete Manifest „Globales Wirtschaftsethos – Konsequenzen für die Weltwirtschaft” (http://www.globaleconomicethic.org). Geschäftsführer des Instituts wird der Generalsekretär der Stiftung Weltethos, Dr. Stephan Schlensog.

Die Karl-Schlecht-Stiftung (KSG) wurde als gemeinnützige Stiftung im Oktober 1998 von Karl Schlecht gegründet. Sie hat ihren Sitz in Aichtal bei Stuttgart. Die KSG hält 99 % der Aktien der Putzmeister Holding GmbH, die neuerdings bekannt geworden ist durch den Einsatz ihrer Betonpumpen in Fukushima. Stiftungszweck ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung, von Bildung und Erziehung, die Förderung kultureller Vorhaben und Einrichtungen sowie des Umweltschutzes.

Die Stiftung Weltethos arbeitet interdisziplinär und international. Sie wurde im Jahr 1995 vom Tübinger Theologen Prof. Dr. Hans Küng gegründet. Im Austausch mit Wissenschaftlern der Universität Tübingen und anderer Universitäten weltweit wurde eine breite Verankerung der Weltethos-Thematik in vielen Fachbereichen geleistet und umfassende Konzepte zur Vermittlung der Weltethos-Thematik entwickelt. Programmatische Grundlage der Stiftungsarbeit ist die „Erklärung zum Weltethos” des Parlaments der Weltreligionen (Chicago 1993). (16/05/11; Quelle: Universität Tübingen)

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