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Stiftung Kinderdermatologie gegründet
Die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit schweren Hautkrankheiten zu verbessern, ist das Ziel der neu gegründeten Deutschen Stiftung Kinderdermatologie (DSK). "Kinder benötigen spezielle Therapien und Schulungen, mehr Forschung und sozial verträgliche Versorgungsstrukturen", sagte die Hautärztin und Stiftungsgründerin Dr. Nicole Brandl bei der Vorstellung der Stiftung in München. Diese will gezielte Schulungs- und Betreuungsprogramme etablieren sowie Lehr- und Forschungsvorhaben in der Kinderdermatologie fördern. Da die wichtigste therapeutische Maßnahme bei Hautkrankheiten, die Basistherapie, von den Krankenkassen nicht erstattet wird, will die Stiftung zudem für Behandlungskosten bei Kindern einkommensschwacher Eltern aufkommen.
Eine deutliches Manko zwischen Diagnostik und Therapie beklagte Privatdozentin Dr. Christina Schnopp von der Universitätshautklinik der TU München. “Unser Verständnis von den molekularen Entstehungsmechanismen verschiedener Hautkrankheiten und die Diagnostik haben sich deutlich verbessert, aber die Therapie läuft noch wie vor 50 Jahren ab.” Beispielsweise erkranke ein Drittel der Psoriasis-Patienten bereits im Kindesalter. In der Therapie müssten Ärzte jedoch meist auf Arzneimittel aus der Erwachsenen-Behandlung zurückgreifen, die entweder für Kinder oder für die Indikation nicht zugelassen sind. “Wir brauchen mehr klinische Studien mit und für Kinder, eine Ausweitung der zugelassenen Indikationen sowie klare Leitlinien und Behandlungsempfehlungen.” Betroffene und Eltern bräuchten mehr Information und Beratung; dazu seien neben individuellen Gesprächen auch Gruppenschulungen, Info-Abende und Selbsthilfegruppen hilfreich. Auch hier will sich die neue Stiftung engagieren. (18/03/11; Quelle: PM Deutsche Stiftung Kinderdermatologie)



