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Stiftung Lesen wegen angeblicher Schleichwebung in der Kritik
Verdeckte Werbung an Schulen hat der Deutsche Philologenverband jetzt der Stiftung Lesen vorgeworfen. Im ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ vom Montagabend kritisierte der Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger, die Stiftung setze zu stark auf Kooperationen mit einzelnen Unternehmen. Diese schöben sich selber stark in den Vordergrund. Da werde das Vertrauen, das Lehrer in die Stiftung hätten, ausgenutzt. Er könne nur hoffen, dass dieser Weg korrigiert werde. Nach Angaben von „Report“ räumte die Stiftung Lesen Diskussionsbedarf ein.
„Bildungssponsoring“ heiße, so der zuständige Sender SWR, seit Jahren das Zauberwort – Unternehmen und Verbände sollen leere Kassen füllen. Doch man nutze das Bildungssponsoring gezielt, um in Kitas und Schulen Markenwerbung zu betreiben, was eigentlich verboten ist.
Genannt werden konkret die Deutsche Bahn, die Firma Tesa, diverse Filmverleihe und die Mainzer Volksbank. So mussten Kinder laut SWR Geschichten schreiben, in denen die Hauptfiguren Tesa-Lina und Tesa-Lino heißen mussten. Die Unterrichtsmaterialien der Mainzer Volksbank (MVB) seien kaum unterscheidbar von den Werbeblättchen für das Kinderkonto der Bank. So müssten die Grundschüler auf Arbeitsblättern für den Unterricht unter anderem die Frage beantworten: „Wie heißt die lustige Kinderzeitschrift von der Volksbank?“.
Man wolle, so der SWR, darauf hinweisen, dass die Werbewirtschaft nicht unter dem Mantel der „Bildungsförderung“ in Schulen Einzug halte. (10/05/11; Quelle: SWR, “Report” am 09.05.11)



