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Stiftung Liebenau: Bundesfreiwillige lösen Zivildienstleistende ab
Mit Oliver Hädrich wurde Mitte August der letzte Zivildienstleistende im Verbund der Stiftung Liebenau verabschiedet. Mit der Aussetzung des Wehrdienstes und damit auch des Zivildienstes startete am 1. Juli der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Die Gesellschaften der Stiftung Liebenau bieten ganz unterschiedliche Einsatzbereiche für soziales Engagement – und das nicht nur für junge Leute.

Der letzte Zivildienstleistende verlässt die St. Gallus-Hilfe der Stiftung Liebenau (v. l.): Oliver Hädrich wird verabschiedet von Wolfgang Oppolzer (Geschäftsführer der St. Gallus-Hilfe), Bernd Eckstein (Heimleiter bei der St. Gallus-Hilfe und Verantwortlicher für die Zivildienstleistenden) und Dr. Markus Nachbaur (Vorstand der Stiftung Liebenau) / Foto: Stiftung Liebenau
BFD auch für über 27-Jährige möglich
Dabei bringt der BFD durchaus Vorteile mit sich: Die Zeit bis zum Studien- oder Ausbildungsbeginn wird sinnvoll überbrückt, man kann in einen sozialen Beruf hineinschnuppern und neue Arbeitsgebiete kennen lernen, man sammelt Sozialpunkte für spätere Bewerbungen und erhält durch Schulungen zusätzliche Qualifikationen. „Neu ist, dass sich auch Erwachsene über 27 Jahren zum BFD melden können“, erläutert Melanie Kleiner. Ein Wieder- oder Quereinstieg mit Sinn beziehungsweise eine berufliche Orientierung im sozialen Bereich ist an kein Alter gebunden. Für über 27-Jährige ist der BFD auch in Teilzeit möglich, und sie können jeden Monat beginnen. Unter 27-jährige BFD-ler starten zum 1. September, 1. November oder 1. Februar.
Stiftung Liebenau bietet unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten
Die Gesellschaften der Stiftung Liebenau bieten für BFD-ler ganz unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. „Menschen können begleitet und unterstützt werden. Es gibt aber auch Bereiche, in denen man seine handwerklichen Fähigkeiten oder technisches Wissen für Menschen einsetzen kann“, sagt Axel Sans, Leitung Personalmanagement der Stiftung Liebenau. Die Liste reicht von der Forstwirtschaft über die Don-Bosco-Schule, Wohngruppen und Werkstätten für behinderte Menschen (St. Gallus-Hilfe), Stationen der St. Lukas-Klinik und dem Internat des Berufsbildungswerks Adolf Aich bis zu Pflegeheimen und Sozialstationen. „Dabei können sich die jungen Menschen selbst besser kennen lernen, ganz neue Fähigkeiten im Umgang mit anderen Menschen entwickeln und eigenen Ideen in die freiwillige Arbeit einbringen“, so Axel Sans. Einmal im Monat treffen sich alle vom Freiwilligendienst, um sich gegenseitig zu informieren und Meinungen zu Themen wie Behinderung, Menschenbild und über sozialpolitische Entwicklungen auszutauschen. (23/08/11; Quelle. Stiftung Liebenau)



