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Stiftung Polytechnische Gesellschaft mit stolzer Jahresbilanz
Der Vorstand der Stiftung Polytechnische Gesellschaft gab auf seiner Jahrespressekonferenz einen Rückblick auf die Förderleistungen in den ersten fünf Jahren seit Gründung der Stiftung und stellte die Ergebnisse des Jahres 2010 vor. Außerdem legte die Stiftung erstmalig den Bericht „Wirkungen“ vor. Seit 2006 hat die Stiftung, die laut Professor Klaus Ring, dem Vorsitzenden des Stiftungsrats, die „größte Bürgerstiftung Deutschlands“ ist, insgesamt 16,9 Mio. € für ihre satzungsgemäßen Zwecke aufgewendet.

Roland Kaehlbrandt und Johann-Peter Krommer / Foto: Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Den Kern der Stiftungsarbeit bilden zwölf Leitprojekte, die von der Stiftung initiiert wurden. Auf dem Weg zum „Klassiker“ sind der „DeutschSommer“, das „Diesterweg-Stipendium für Kinder und ihre Eltern“, das wissenschaftliche „MainCampus-Stipendiatenwerk“ sowie die drei Freiwilligenstipendien „StadtteilBotschafter“, „StadtteilHistoriker“ und „BürgerAkademie“. Die Projekte würden sorgfältig vorbereitet. „Die Evaluation bescheinigt den Projekten positive Wirkung“, wie Kaehlbrandt betont.
Darüber hinaus hat die Stiftung seit 2006 über 300 Projekte Dritter gefördert, von Projekten der Bürgerkultur wie der Historischen Villa Metzler bis zu Avantgarde-Projekten wie „Rossmarkt“, bei dem Schüler als Kuratoren für Kunst im öffentlichen Raum wirken. Die Stiftung hat ein Kooperationsnetz mit 13 Partnerstiftungen, mit der Stadt Frankfurt, mit weiteren Kommunen aus dem Rhein-Main-Gebiet sowie dem Land Hessen aufgebaut. Sie steht außerdem in Kontakt zu den Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Im Jahr 2010 wurde der „DeutschSommer“ von Frankfurt aus auf die Städte Offenbach, Hanau und Wiesbaden ausgeweitet. 255 Grundschulkinder nahmen daran teil. Das Projekt erhielt im September 2010 die Auszeichnung als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“. Der Bereich Naturwissenschaften wurde durch das Grundschulprojekt „Junge Forscher – wer wir sind und was wir tun“ ergänzt. 31 Frankfurter Nachwuchswissenschaftler wurden als neue Stipendiaten in das MainCampus-Stipendiatenwerk aufgenommen. In ihre Familienprogramme „Willkommenstage“ und „Diesterweg-Stipendium“ nahm die Stiftung 53 neue Familien mit 219 Personen auf. Schließlich förderte die Stiftung 83 Projekte Dritter, beispielsweise das von Frankfurter Bürgern initiierte neue Science Center „Experiminta“.
Das Vermögensmanagement erzielte aufgrund des breit diversifiziert angelegten Stiftungsvermögens für das Jahr 2010 in einem äußerst angespannten Kapitalmarktumfeld eine Performance in Höhe von 2,4 Prozent. Damit konnten trotz der international schwierigen Rahmenbedingungen 4,5 Mio. € für die gemeinnützige Projektarbeit bereitgestellt werden. Die Stiftung hat somit in den ersten fünf Jahren ihrer Tätigkeit insgesamt 16,9 Mio. € für die Erfüllung ihrer satzungsmäßigen Zwecke eingesetzt. Die größten Performancebeiträge gingen im Berichtsjahr von den festverzinslichen Wertpapieren und den Aktien aus. Dabei entfällt auf die Rentenwerte mit rund 46 % der größte Anteil am Stiftungsvermögen.
Mit dem Bezug des Polytechniker-Hauses im Herzen Frankfurts hat die Stiftung nun auch räumlich ihren Platz in der Mitte der Stadt gefunden. Das sagte Johann-Peter Krommer, Vorstand für Finanzen, Organisation und Personal.
In der kulturellen Bildung wird die Stiftung den „Jazz in die Schule!“ bringen und damit ein wichtiges kulturelles Erbe Frankfurts fördern. Zur Verbesserung des naturwissenschaftlichen Unterrichts wird sie erstmalig den „Polytechnik-Preis für die Didaktik der Naturwissenschaften“ vergeben. Sie wird eine dritte Generation junger Wissenschaftler als Stipendiaten aufnehmen. Schließlich wird sie im Herbst des Jahres ein weiteres größeres Projekt zur sprachlichen Bildung lancieren. (27/05/11; Quelle: Stiftung Polytechnische Gesellschaft)



