topad


Organisation & Finanzen

Nachrichten

Stiftung verteidigt geplantes Park-Eintrittsgeld

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten hat die Ankündigung verteidigt, künftig für den Park Sanssouci in Potsdam Eintrittsgeld verlangen zu wollen. Es handele sich dabei um den Versuch, eine politische Grundsatzentscheidung herbei zu führen, sagte Generaldirektor Hartmut Dorgerloh dem Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB). Der Stiftung fehlten 4,5 Mio € pro Jahr, um die anspruchsvolle Gestaltung des Parks sowie der Gärten von Schloss Charlottenburg und auf der Pfaueninsel zu erhalten.

Nun seien Bund, Berlin und Brandenburg als Stifter aufgefordert, Position zu beziehen. Dorgerloh hatte am Mittwoch angekündigt, dass der Besuch des Parks Sanssoucis ab Ostern 2013 zwei € Eintritt kosten soll. Über die Einführung des Pflichteintritts berät der Stiftungsrat bei seiner nächsten Sitzung am 5. Mai. Der Geschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, Dieter Hütte, kritisierte die Pläne.

Derzeit liefen die Vorbereitungen für den 300. Geburtstag Friedrich des Großen im Jahr 2012, hieß es. Zudem sei die Reisebranche bei den Überlegungen für einen Eintritt völlig außen vor gelassen worden, so Hütte. Insbesondere die Gruppentouristik reagiere jedoch empfindlich auf solche Signale. Ein Pflichteintritt hätte zwangsläufig weniger Besucher zur Folge.

Auch die Staatssekretärin im brandenburgischen Finanzministerium, Trochowski (Die Linke), lehnt ein Eintrittsgeld ab. Dem RBB sagte sie, es gebe andere Möglichkeiten, das Finanzproblem zu lösen. Man könnte die Mittel umschichten und mehr Geld für die Gartenpflege ausgeben. Dafür könnten Investitionen verschoben werden. Ein Eintrittsgeld wäre auch sehr negativ für die Potsdamer, die für den Besuch eines Naherholungsgebietes bezahlen müssten. (29/04/11; Quelle: RBB, Der Tagesspiegel)

Zur Übersicht "Organisation & Finanzen // Nachrichten"