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Uni Greifswald gibt Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung ab

Nach jahrelangem Streit gibt die Universität Greifswald die 1972 ins Leben gerufene Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung ab. Neuer Träger sei künftig die Rosa-Luxemburg-Stiftung, teilte die Universität mit. Einer unterzeichneten Vereinbarung zufolge wurde das gesamte Stiftervermögen übertragen. Zugleich kündigte die Universität an, Teile der von Lea Grundig an die Universität übergebenen Kunstwerksammlung befristet an die Stiftung auszuleihen.

Die jüdische Malerin und Grafikerin Lea Grundig (1906-1977) hatte anlässlich ihrer Ernennung zur Ehrendoktorin der Greifswalder Universität eine Stiftung mit einem Vermögen von 48.000 DDR-Mark gegründet. Aus den Zinsen waren Preise für Germanistik-, Kunst- und Musikwissenschafts-Studenten finanziert worden. Nach der Wende hatten Wissenschaftler der Universität die angebliche Benachteiligung von Studenten durch die Stiftung der Kommunistin und Kulturfunktionärin kritisiert. Die Verleihung der Auszeichnungen war daraufhin 1996 ausgesetzt worden.

Auch die Hochschule für Bildende Künste in Dresden, an der Hans Grundig (1901-1958) Rektor war, hatte die Übernahme der Stiftung abgelehnt. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung kündigte an, den Hans-und-Lea-Grundig-Preis künftig in “zeitgemäßer Form und im Sinne der Stifterin” weiter zu vergeben. (11/02/11; Quelle: Universität Greifswald)

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