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Zwei Millionen für Potsdamer Garnisonkirche
Vorweihnachtliche Freude für die Stiftung Potsdamer Garnisonkirche: Am Dienstag stellte die Brandenburgische Kulturministerin Martina Münch (SPD) der Stiftung bis zu zwei Mio. € Euro aus Mitteln der Parteien und Massenorganisationen der DDR in Aussicht. In ihrem Schreiben an den Kuratoriumsvorsitzenden, Bischof a. D. Wolfgang Huber, heißt es: „… der Wiederaufbau der Garnisonkirche ist ein Vorhaben, das über Potsdam hinaus große Aufmerksamkeit findet. … Ich verbinde damit die Hoffnung, eine Initialzündung auszulösen, die viele Spender und Mäzene zu vielen kleinen und großen Zuwendungen für das Vorhaben motiviert."
Kuratorium und Vorstand der Stiftung sowie die Fördergesellschaft seien außerordentlich dankbar für diese Entscheidung,. teilte die Stiftung der Presse mit. Mit der Förderung aus dem Parteienvermögen der DDR schließe sich im Blick auf die ideologisch motivierte Sprengung der Kirche ein inhaltlicher Kreis. Der Versuch einer endgültigen Beseitigung der wiederaufbaufähigen Barockkirche durch das SED-Regime habe nicht nur die evangelische Kirche und Potsdam, sondern Deutschland insgesamt einer ihrer schönsten barocken Kirchen aus der Zeit Preußens beraubt. Nun bestehe die Chance, mit dem Wiederaufbau des Turms zu beginnen. Albrecht Schönherr, der Bonhoeffer-Schüler und Bischof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, protestierte im Mai 1968 mit einem Brief an Walter Ulbricht erfolglos gegen die Sprengung der Garnisonkirche.
Das Kuratorium der Stiftung Garnisonkirche Potsdam hatte im Juni 2009 die Arbeit aufgenommen. Anfang Oktober übernahm Bundespräsident Horst Köhler die Schirmherrschaft. Im November konnten Maren Otto und Prof. Werner Otto als Ehrenkuratoren gewonnen werden. Gemeinsam mit den mehr als 800 Mitgliedern der Fördergesellschaft strebt die Stiftung in einem ersten Schritt die Wiedergewinnung des Turms der Garnisonkirche bis zum 31. Oktober 2017 an. (23/12/09)



