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Gericht soll sich mit Wiedeking-Abfindung befassen
Das Landgericht Stuttgart soll sich mit der millionenschweren Abfindung für den ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Ex-Finanzvorstand Holger Härter beschäftigen. Das ist das Ziel von drei großen Porsche-Aktionären, die bei dem Gericht einen Antrag auf Sonderprüfung eingereicht haben, wie ein Gerichtssprecher bestätigte. Nach Medienberichten handelt es sich bei den Antragstellern um den DWS-Aufsichtsrat und Corporate-Governance-Experten Christian Strenger, der außerdem die Deka-Bank und den Pensionsfonds Norges Bank als Unterstützer gewinnen konnte.
Nachdem sich Porsche mit der geplanten Übernahme von Volkswagen (siehe Volkswagen (Vorzüge) ) verhoben hatte, mussten Wiedeking und Härter Mitte 2009 gehen – ausgestattet mit Abfindungen von zusammen 62,5 Mio. €.
Rechtmäßigkeit von Milliardengeschäften Die drei Antragsteller wollen außerdem überprüfen lassen, ob die Finanzgeschäfte rechtens waren, mit denen Porsche den VW-Deal einfädelte. Es geht dabei um die Frage, ob der Umfang der Aktienoptionsgeschäfte im zweistelligen Milliardenbereich überhaupt von der Porsche-Satzung gedeckt war, da der Sportwagenbauer weniger als zehn Mrd. € Umsatz machte.
Strenger hatte bereits auf der letzten Porsche-Hauptversammlung Ende Januar gegen die Spekulationsgeschäfte und Abfindungen vorgehen wollen, scheiterte aber an den Familien Porsche und Piëch. (05/08/10; Quelle: dpa, ARD)



