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Juristischer Sieg für Museum Schloss Moyland
Sie wurden aufgehängt, abgehängt und können wieder aufgehängt werden - die bis dato unveröffentlichten Fotografien "Das Schweigen von Marcel Duchamp wird überbewertete" von Manfred Tischer. Denn die Stiftung Museum Schloss Moyland hat einen juristischen Streit gegen die Verwertungsgesellschaft (VG) Bildkunst gewonnen.

Foto: Museum Schloss Moyland
Gerhard Pfennig nimmt das locker. Das sei ein juristischer Formfehler und so etwas passiere halt. Dass die VG Bild-Kunst die Verfahrenskosten in Höhe von 25.000 € zahlen muss, erschüttert ihn nicht: „Der Schmerz ist erträglich.”
Theoretisch könnten die Bilder, die Joseph Beuys bei einer Aktion zeigen, die 1964 live im ZDF ausgestrahlt wurde, nach 45 Jahren endlich gezeigt werden. Das lehnt Dr. Bettina Paust, künstlerische Direktorin des Museums Moyland, kategorisch ab: „Ich lasse mir meine Ausstellungspolitik ungern aufoktroyieren.” Die VG Bild-Kunst habe besagte Ausstellung zerschossen. „Wir werden künftig mit den Fotografien arbeiten”, so Paust.
Endgültig beigelegt ist der Streit nicht. Im März wird das Landgericht Düsseldorf sich damit beschäftigen, ob – wie im Fall Beuys – Performance-Fotografien verwendet werden dürfen oder dem Urheberrecht unterliegen und genehmigt werden müssen. Für den Fall, dass Moyland erneut gewinne, müsse mit der VG Bild-Kunst über den zugemuteten Schaden diskutiert werden, kündigt Paust an. Die Ausstellung sei zu Recht geschlossen worden, untermauert dagege n Pfennig. Er wartet ebenfalls auf eine Grundsatzentscheidung: „Ich will mich nicht ewig mit Moyland streiten.” (04/11/09; Quellen: NRZ, VG Bildkunst)



